Vier Einsprachen gegen «UG 25»

Gegen den Ausbau des Parkhauses «UG 24», das nach seiner Neueröffnung «UG 25» heissen soll, sind vier Einsprachen eingegangen. Der VCS kritisiert die Lösung für den Langsamverkehr und die Parkplatzzahl.

David Gadze
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Gegen die Erweiterung des Parkhauses «UG 24» am Unteren Graben regt sich Widerstand. Bis zum Ablauf der Einsprachefrist Ende vergangener Woche sind gemäss Ernst Michel, Leiter des Amtes für Baubewilligungen, insgesamt vier Einsprachen eingegangen. Zwei der vier Einsprecher haben eine Fristverlängerung beantragt, um die Begründung nachzuliefern. Diese Frist läuft bis Ende Juni.

Mängel beim Langsamverkehr

Eine der Einsprachen stammt vom VCS. Das bestätigt Daniel Rüttimann, Geschäftsführer der VCS-Sektion St. Gallen/Appenzell. Ein Kritikpunkt ist laut Rüttimann die mangelhafte Führung des Langsamverkehrs während der Bauphase, aber auch danach.

Zum einen sei geplant, während der Bauarbeiten auf der nördlichen Seite des Unteren Grabens das Trottoir zeitweise zu sperren. Da gleichzeitig auch der Fussgängerstreifen über den Unteren Graben bei der Verzweigung Böcklinstrasse aufgehoben werde, sei es schleierhaft, wie sich Fussgänger in jenem Bereich überhaupt bewegen sollen, sagt Rüttimann. Und auf der Südseite sei die Umleitung für die Fussgänger durch das St. Mangen-Pärkli nicht behindertengerecht.

«Zum anderen wird während der Bauphase der Veloverkehr komplett ignoriert», sagt Rüttimann. Stadteinwärts seien die Fahrbahnen so angelegt, dass es für Velos zu wenig Platz habe.

Drei Meter sind zu wenig

Auch nach Abschluss der Arbeiten sei die Situation für den Langsamverkehr mangelhaft. So soll zwar auf der Südseite des Unteren Grabens ein kombinierter Velo- und Fussgängerweg von drei Metern Breite entstehen. Und durch den neuen, mit einem Lichtsignal gesteuerten Fussgängerstreifen mit Velospur über den Unteren Graben vor dem St. Mangen-Pärkli werde der Verbindung in die Altstadt verbessert, sagt Rüttimann. «Drei Meter für Fussgänger und Velos sind aber zu wenig. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Route nach der Eröffnung des HSG-Campus am Platztor neue Bedeutung erhalten wird.»

Zu viele Parkplätze

Dem VCS ist aber auch die Berechnung der Parkplatzzahl ein Dorn im Auge. Das Parkhaus, das 2018 als «UG 25» mit sechs unterirdischen Etagen und insgesamt 741 Parkplätzen wiedereröffnet werden soll, widerspreche dem Verkehrsreglement.