Viele Parties, aber wenig Lärm an Heiligabend

Wer letzten Donnerstag Heiligabend in der Stadt ausklingen lassen wollte, dem boten sich einige Möglichkeiten. Viele davon wurden rege genutzt, wie beispielsweise Hanspeter Nater vom «Weissen Kreuz» berichtet.

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Wer letzten Donnerstag Heiligabend in der Stadt ausklingen lassen wollte, dem boten sich einige Möglichkeiten. Viele davon wurden rege genutzt, wie beispielsweise Hanspeter Nater vom «Weissen Kreuz» berichtet.

Den Gästen hat's gefallen

«Bei uns war es pumpenvoll, es hatte mehr Leute als sonst, und die wollten auch gar nicht mehr gehen.» Die verlängerte Öffnungszeit bis 2 Uhr habe vielen Gästen nicht gereicht. «Die wären am liebsten bis in die Morgenstunden geblieben.»

Nur mit Licht ausschalten und mehrmaligem Auffordern konnte Hanspeter Nater seine Gäste schliesslich zum Gehen bewegen. «Wir haben immer an Heiligabend geöffnet, das hat Tradition. Aber mittlerweile haben immer mehr Lokale offen», sagt Nater.

Den Eindruck bestätigt Sascha Vujcin von der Grabenhalle: «Es hatte mehr Leute auf der Strasse als sonst.» Dementsprechend voll sei auch die Grabenhalle gewesen, in der dann auch viel von diesem «Laufpublikum» landete.

Der Chef hinterm Tresen

Mehr Gäste als erwartet verzeichnete auch Wolfgang Mayer, Geschäftsführer des neuen Downtown-Clubs. «Zum ersten Mal in unserer Geschichte hatten wir an Weihnachten offen», sagt Mayer. Und da er seinen Angestellten den freien Tag gönnen wollte, stand für einmal wieder der Chef höchstpersönlich hinter dem Tresen. «Ich hatte mit 20 Gästen gerechnet und es kamen 60.» Aus diesem Grund will Wolfgang Mayer von jetzt an jedesmal an Heiligabend öffnen. «Es war eine tolle Party, das kommt gut an.»

Im Elephant-Club war die Party am 24. Dezember ebenfalls «gutbesucht». «An diesem Abend machen wir nicht das Riesengeschäft, aber wir öffnen aus Goodwill gegenüber unseren Gästen», erklärt Aron Tanie. Doch die Stimmung an der Party vom Heiligabend sei sehr gut gewesen, die Gäste hätten noch bessere Laune als sonst mitgebracht.

Rund 350 Gäste im «Trischli»

Auch im «Trischli» wurde gefeiert. Gemäss Ramon Joss besuchten etwa 350 Gäste die Reggaeton-Party an Heiligabend. «Das ist für diesen Abend mit Sicherheit eine hohe Zahl. Wir haben aber mit Reggaeton bewusst eine Sparte gewählt, welche eine Besuchergruppe anspricht, die mutmasslich mehrheitlich nicht unbedingt Weihnachten feiert.»

Grundsätzlich sei der 24. Dezember für Clubs einer der schwächsten Abende des ganzen Jahres. «Uns ist es aber wichtig, eine Alternative in Stadt und Region für jene Leute zu bieten, die keine Möglichkeit haben, Weihnachten zu feiern», sagt Joss. Er vermutet allerdings auch, dass die Zahl der Nachtschwärmer an Heiligabend tendenziell stagniert.

Wenig zu tun für die Polizei

Laut Dionys Widmer von der Stadtpolizei St. Gallen verlief die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember in diesem Jahr «sehr ruhig». «Es gab eine Lärmklage an der Engelgasse sowie eine in St. Georgen. Zudem wurde eine Tätlichkeit in einem Club gemeldet.» Das sei im Vergleich zu anderen Nächten oder gar zu Wochenenden sehr wenig, stellt Widmer fest. (kar)

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