Viel los über dem Oberen Graben

Ein paar Meter über dem Oberen Graben tut sich einiges. Mehrere Male standen diese Woche Hebebühnen im Einsatz. Die Techniker hantierten an Licht, Fahrleitungen und Kameras herum.

Julian Stiefel
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Die Techniker auf der Hebebühne wechseln die Lampen aus. (Bild: Julian Stiefel)

Die Techniker auf der Hebebühne wechseln die Lampen aus. (Bild: Julian Stiefel)

Fast täglich standen diese Woche orange Fahrzeuge mit Hebebühnen auf dem Trottoir am Oberen Graben. Städtische Mitarbeiter machten sich an Strassenlampen oder Trolleybus-Fahrleitungen zu schaffen. Am Mittwoch wurde eine Verkehrsüberwachungskamera am östlichen Ende der Poststrasse ausgewechselt (Tagblatt von gestern). Die Arbeiten werden ausgeführt von den St. Galler Stadtwerken, den Verkehrsbetrieben und dem Tiefbauamt, wie eine Nachfrage bei der Stadt zeigt.

Zeitgemässes Weisslicht

Laut Werner Moser von den St. Galler Stadtwerken wurden die Armaturen der Strassenlampen gewechselt. Die vorherigen Gehäuse seien nicht mehr zeitgemäss und «auf der Kippe» gewesen. Ein grosser Unterschied fällt bei der Farbe des Lichts auf: Die alten Natriumdampflampen leuchteten gelb. Die neuen Halogenmetalldampflampen liefern Weisslicht und können in der Nacht gedimmt werden. «Das weisse Licht ist schöner und effizienter. Zurzeit wird es vor allem an Orten eingesetzt, wo die Farbe des Lichts wichtig ist», erklärt Moser. Das sei vor allem im Bereich Grabenpärkli, Poststrasse, Innenstadt und südliche Altstadt der Fall. «Wir wechseln nicht alle Lampen in der ganzen Stadt aus. Nur dort, wo wir sowieso etwas auswechseln müssen.» Eine etappenweise Sanierung der Strassenbeleuchtung zur Anpassung an die aktuelle Technik sei am sinnvollsten.

Gleichzeitig mit den Arbeiten an der Beleuchtung wurde ein Masten ausgewechselt. An diesem sind die Abspannseile von Strassenbeleuchtung und Fahrleitungen befestigt. Laut den Stadtwerken war der vorherige Masten zu schwach.

Den Verkehr beobachten

Eine neue Überwachungskamera am Ende der Poststrasse verschafft seit vorgestern der Stadtpolizei, den Verkehrsbetrieben und der Verkehrsplanung einen Überblick über den Verkehrsfluss. Die Kamera wurde vom Tiefbauamt installiert. Sie ist mit einem Weitwinkel-Objektiv ausgestattet. Dadurch könne die ganze Kreuzung überblickt werden, heisst es beim Tiefbauamt. Etwa zwölf dieser Kameras gebe es in der Stadt. Sie seien nicht für die Personenidentifikation gedacht und entsprächen dem Datenschutz.