Viel Lärm ums «Pfauenmoos»

BERG SG. Im Berger Schloss wird gebaut: Das Dach wird renoviert und auch das Innere muss teilweise erneuert werden. Das Herrenhaus soll nicht unbewohnt bleiben.

Dominik Bärlocher
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Das Schloss Pfauenmoos wird derzeit für 80 000 Franken saniert. (Bild: Karin Zimak)

Das Schloss Pfauenmoos wird derzeit für 80 000 Franken saniert. (Bild: Karin Zimak)

Im Schloss Pfauenmoos ist es ruhig geworden, seit der letzte Baron vor wenigen Jahren verstorben ist. Jetzt wird am stolzen Gut gehämmert und gebohrt: Handwerker machen sich an einem Garagenanbau mit einer kleinen Wohnung aus den 1920er-Jahren zu schaffen. «Die Dachdecker sind momentan dabei, Renovationen vorzunehmen», sagt Peter Rösler, Präsident der Familienstiftung der Freiherren von Heyl zu Herrnsheim. Die Stiftung ist Besitzerin des Schlosses, besteht aus zwei Familien und wird von einem Aussenstehenden präsidiert.

Renovieren für 80 000 Franken

Das «mächtige Bürgerhaus» – so nennt Rösler das Schloss – werde nicht verändert. Es sei ein historisches Gebäude und müsse erhalten bleiben. «Aber Renovationen sind stellenweise dringend nötig.» Nebst den Reparaturen am Dach der Garage werden demnächst solche im Haus vorgenommen. Danach müsse ein Balken an einem Durchgang repariert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 70 000 bis 80 000 Franken.

Schloss steht nicht zum Verkauf

An der Grundstruktur des Gebäudes soll aber nichts verändert werden, auch wenn das Schloss nicht mehr in dem Masse bewohnt werden kann, wie es früher der Fall war. «Das <Pfauenmoos> wurde zu einer Zeit gebaut, zu der die Herrschaften noch mit zahlreichen Gefolgsleuten gereist sind», sagt Rösler. Zudem seien die Familien damals wesentlich grösser gewesen. Dennoch soll das Schloss nicht leer bleiben. «Es wird weiterhin zeitweise bewohnt sein», sagt der Präsident der Familienstiftung. Und auch als Feriendomizil sei das «Pfauenmoos» durchaus geeignet. Verkaufen will er es jedoch nicht: «Es soll erhalten und in den Familien bleiben.» Was der Stiftung aber noch bevorstehen soll, ist der Eintrag ins Handelsregister. Der Grund: «Wir wollen, dass das Finanzwesen des Schlosses ein wenig transparenter wird», sagt Rösler.