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VIDEOSPIELE: Die Stadt St.Gallen als Knotenpunkt für E-Sports

St.Gallen soll zum Hotspot für elektronische Sportarten werden. Das strebt die Standortförderung an. Ziel ist es unter anderem, so IT-Fachkräfte in Stadt und Region zu locken. Auch die Dienststelle Sport zeigt sich interessiert.
Luca Ghiselli
Auch das Gaming-Festival in der Olma-Halle soll 2019 wieder stattfinden. (Bild: Urs Bucher (7. Januar 2018))

Auch das Gaming-Festival in der Olma-Halle soll 2019 wieder stattfinden. (Bild: Urs Bucher (7. Januar 2018))

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Ein Game-Marathon als Initialzündung: Als vor zwei Wochen rund 700 Gamerinnen und Gamer eine ganze Olma-Halle in Beschlag nahmen, loderte das E-Sports-Feuer in St.Gallen das erste Mal auf. Doch das soll erst der Anfang gewesen sein, weitere Anlässe, Fachtagungen und Gaming-Wettbewerbe sollen folgen. Stadt und Region sollen zum Knotenpunkt für elektronischen Sport in der Schweiz werden. Dieses Ziel hat die städtische Standortförderung gemeinsam mit privaten IT-Partnern ins Auge gefasst. Und die Voraussetzungen dafür sind denkbar günstig. Zum einen, weil sich bisher keine andere Region der Schweiz um diese Zielgruppe so aktiv und strukturiert bemüht. Und zum andern, weil die Ostschweiz mit ihrer Nähe zu Deutschland und Österreich auch Anziehungskraft auf das Ausland ausübt.

Ein Blumenstrauss an Veranstaltungen

Die Bestrebungen, St.Gallen zum Digital-Sports-Hub zu machen, sind Teil der IT-Offensive der Dachregion St.Gallen-Bodensee. «Elektronische Sportarten füllen in anderen Ländern bereits Stadien», sagt Isabel Schorer, Leiterin der Standortförderung. Ziel sei es, diese Lücke in der Schweiz nun langsam zu schliessen. «So können wir einerseits Fachkräfte ansprechen und erreichen, andererseits eine Publizität als Stadt und Region.» Die Idee sei aber nicht nur Gaming-Wettkämpfe wie jenen in der Olma-Halle vor 14 Tagen zu veranstalten. «Wir wollen vielmehr einen Blumenstrauss von verschiedenen Events austragen», sagt Schorer. Das könne von einer Fachtagung bis hin zu Kongressen oder Turnieren gehen. Die Standortförderung arbeitet dabei auch mit Partnern aus der Wirtschaft zusammen. «Einige haben bereits Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Davon können wir natürlich profitieren.» Das passiere zwar nicht von heute auf morgen: «Wir können so aber schrittweise etwas aufbauen, das wachsen kann.» Und die LAN-Party Anfang Januar habe gezeigt, dass digitale Sportarten grosses Potenzial haben. «Das zeigen alleine schon die vielen privaten Sponsoren, die den Anlass unterstützt haben.»

Mehr als nur Videospiele

Bei der städtischen Dienststelle Sport beobachtet man die Entwicklung in Richtung digital Sports mit Interesse. «Wir sehen elektronische Sportarten auch wirklich als das, was es ist: Als echten Sport», sagt Marcel Thoma, Leiter des städtischen Sportamts. Kompetitives Gaming sei «extrem anspruchsvoll». «Da werden zum Teil mehrere Entscheidungsvorgänge pro Sekunde vollzogen», sagt Thoma. Training und Talent spielten ineinander, E-Sports seien zudem auch körperlich herausfordernd. Doch der Begriff gehe über reines Gaming hinaus. «Auch Drohnenrennen gehören zum Beispiel dazu.» So habe man erst kürzlich einem Entwickler selbstlernender Software eine Turnhalle nachts für Drohnentests zur Verfügung gestellt. «Auch diese Szene wächst derzeit rasant.»

Marcel Thoma ist zudem überzeugt, dass die Positionierung St.Gallens als Knotenpunkt für E-Sports zur aktuellen Strategie passt. «Wir wollen uns noch weiter als Kultur- und Sportstadt entwickeln. Und solche Anlässe haben eine starke Aussenwirkung.»

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