VERZÖGERUNG: Alterszentrum lässt auf sich warten

Eigentlich wollte die Sana Fürstenland AG schon bald mit dem Bau für das neue Alterszentrum beginnen. Doch wann es losgeht, ist ungewiss.

Perrine Woodtli
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Das Andreaszentrum wird nicht vor 2018 abgerissen. (Bild: Samuel Schalch und Benjamin Manser)

Das Andreaszentrum wird nicht vor 2018 abgerissen. (Bild: Samuel Schalch und Benjamin Manser)

Perrine Woodtli

perrine.woodtli@tagblatt.ch

Dass in Gossau ein neues Pflegezentrum entsteht, steht ausser Frage. Die Sana Fürstenland AG will auf dem Areal des Andreaszentrums ein Alterszentrum mit Demenzabteilung bauen, welches das Betagtenzentrum Schwalbe und das Altersheim Espel ersetzen soll. Wann genau jedoch mit dem Bau begonnen werden kann, ist noch ungewiss. Ursprünglich wollte der Verwaltungsrat der Sana Fürstenland im September 2016 über das weitere Vorgehen informieren. Dies war zu jenem Zeitpunkt jedoch nicht möglich, da das Gestaltungsplanverfahren noch am Laufen war.

Vor drei Monaten reichte die Stadt Gossau schliesslich den Gestaltungsplan beim Kanton zur Vorprüfung ein. Der Bericht sei nun vergangene Woche bei der Stadt eingetroffen, bestätigt Stadtpräsident Alex Brühwiler auf Anfrage. Der Bericht sei noch am selben Tag an die Sana Fürstenland weitergeleitet worden. Derzeit würden Fachleute den Gestaltungsplan analysieren, sagt Verwaltungsratspräsidentin Kathrin Hilber. «Die Planer sind daran, die Anpassungen rasch nachzubessern. Es gibt nicht viel zu tun bis auf ein paar technische Anpassungen.» Hilber betont, dass es im Interesse der Sana Fürstenland steht, das Verfahren zu beschleunigen. «Wir haben uns sofort an die Arbeit gemacht und wollen den Bericht bald der Stadt einreichen.» Sie ist optimistisch, dass dies demnächst der Fall sein wird.

Nachdem der Bericht analysiert und der Gestaltungsplan der Stadt eingereicht wurde, wird er dem Stadtrat zum Erlass unterbreitet. Nach dem Erlass wird der Plan dann öffentlich aufgelegt.

Öffentlichkeit in absehbarer Zeit informieren

Sobald man den Gestaltungsplan eingereicht habe und den Zeitplan etwas genauer kenne, wolle man zudem die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen informieren. Hilber: «Wir werden den Infoanlass von September nachholen und mit den Nachbarn sprechen. Das haben wir ihnen zugesichert.»

Bis das Andreaszentrum aber abgerissen wird, dauert es noch ein wenig. Ursprünglich sollte die Bauphase Mitte dieses Jahres beginnen. Dies ist laut Hilber nicht mehr realistisch. «Nach der öffentlichen Auflage muss zuerst das Baugesuch eingereicht werden. Das braucht halt seine Zeit. Schön wäre es, wenn wir 2018 mit dem Bau beginnen könnten.» Die Mietverträge mit der Stadt für die Zwischennutzung des Andreaszentrums wurden entsprechend verlängert. «Bauprojekte sind komplex. Zeitlicher Verzug ist die Realität, weil alle damit befassten Ämter auch noch andere Projekte bearbeiten müssen», begründet Hilber die Verzögerungen.

Ob es während der Auflage Einsprachen geben könnte, kann sie nicht sagen. «Einsprachen sind demokratische Rechte. Ich hoffe aber natürlich, dass der Gestaltungsplan überzeugt und es keine Einsprachen gibt», sagt Hilber. Wichtig sei nun, dass man schnell vorwärtskomme und die Arbeiten nicht mehr verzögert würden, so dass das neue Alterszentrum möglichst bald realisiert werden kann.