VERUNTREUUNG: Betrüger nicht mehr in U-Haft

ST.GALLEN. Der Mann, der im Amt für Berufsbildung des Kantons St.Gallen mehr als 100'000 Franken veruntreut hatte, sitzt nicht mehr in Untersuchungshaft. Dies sagte die zuständige Staatsanwältin auf Anfrage.

Umberto W. Ferrari
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Gefängnis für Vergewaltiger (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Gefängnis für Vergewaltiger (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Der Mann hatte sich Mitte November des vergangenen Jahres selber bei der Polizei angezeigt. Er hatte laut eigenen Angaben über Jahre hinweg Gelder abgezweigt. Dabei handelt es sich um Beträge in sechsstelliger Höhe, also mehr als 100'000 Franken.

 

Von niemandem bemerkt

Bis heute ist der Öffentlichkeit nicht bekannt, in welcher Funktion der Mann im Amt für Berufsbildung gearbeitet hat. Ebenso wenig weiss man, wie es ihm gelungen ist, über Jahre hinweg Geld zu unterschlagen, ohne dass es von jemandem bemerkt worden wäre.

 

Kein Grund mehr für U-Haft

Heute Morgen sagte die zuständige Staatsanwältin Marita Ekberg auf Anfrage, der Mann sitze nicht mehr in Untersuchungshaft. Damit besteht offensichtlich keine Verdunkelungs- und Fluchtgefahr mehr. Weitere Auskünfte wollte die Staatsanwältin nicht geben, stellte aber eine Pressemitteilung im Verlauf dieser Woche in Aussicht.

 

Schwierigere Untersuchungen?

Bereits Ende November hatte der Erste Staatsanwalt des Kantons St.Gallen, Thomas Hansjakob, gesagt: «Wenn das stimmt, was der Tatverdächtige schildert, wissen wir rasch Bescheid, vielleicht schon in einer Woche. Andernfalls könnten die Abklärungen mehr Zeit beanspruchen.» Es scheint, dass der Fall doch etwas komplizierter war, als ursprünglich angenommen, denn bis heute wurde die Öffentlichkeit durch die Staatsanwaltschaft nicht weiter über den Fall informiert.

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