VERSAMMLUNG: Kritik am Bustakt und Parkplatzärger

Im Schoren wird die blaue Zone eingeführt. An der Hauptversammlung des Quartiervereins gab’s dafür Lob und Kritik. Auch der öV war Gesprächsthema.

Luca Ghiselli
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Der Schoren sei eines der wenigen Quartiere der Stadt, in dem die Direktion Bau und Planung derzeit kein Projekt habe, sagte Baudirektorin Maria Pappa am Freitagabend. Und doch sahen die 35 Stimmberechtigten, die zur Hauptversammlung des Quartiervereins Dietli-Schoren-Hölzli gekommen waren, Gesprächsbedarf. Zankäpfel waren vor allem zwei Themen: Die Parkplatzsituation im Quartier und der Bustakt der Linie 6. Demnächst soll im ganzen Quartier die Erweiterte Blaue Zone (EBZ) eingeführt werden. Einen Termin gibt es dafür noch nicht, sagte Maria Pappa. Von den meisten Anwesenden wurde die Veränderung mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Denn seit Jahren schlagen sich die Anwohner mit Dauerparkierern in der weissen Zone herum. Vereinzelt wurde aber auch Kritik geäussert. So sagte ein Vereinsmitglied, auch die blaue Zone garantiere keinen Parkplatz, zum Beispiel für Besucher, selbst wenn man eine Tagesbewilligung beantrage.

Bald fahren weniger Busse ins Quartier

Die Baudirektorin stellte zudem in Aussicht, dass bei der Anbindung des Quartiers an den öffentlichen Verkehr eine Verschlechterung eintreten werde. Im ­Rahmen der Anpassungen im Buskonzept per Fahrplanwechsel im Dezember 2018 komme es zu einer Verschlechterung des Takts am Wochenende. «Dafür bleibt die Haltstelle Röteli entgegen anfänglichen Plänen erhalten», sagte Pappa. Von den Anwesenden gab es wenig Verständnis für diese Pläne. «Das ist mehr als schlecht», befand ein Anwohner und fügte hinzu: «Es kann nicht sein, dass die VBSG ständig rückläufige Passagierzahlen beklagen und gleichzeitig den Takt ausdünnen.» Ein Halbstundentakt am Wochenende sei für das Quartier keine gute Nachricht.

Im Rahmen der ordentlichen Traktanden gedachten die Anwesenden dem im vergangenen Jahr verstorbenen Vorstandsmitglied Thomas Mettler. «Er hinterlässt eine grosse Lücke im Vorstand», sagte Präsident Roland Uhler. Der Posten werde im kommenden Jahr neu besetzt. In seinem Präsidentenbericht ging Uhler neben den Änderungen im Vorstand auch auf das bevorstehende Kinderfest ein. Der Präsident betätigt am Morgen des Fests jeweils die Kanone auf dem anderen Hügel – bei der Falkenburg. «Wir freuen uns über alle, die vorbeischauen», sagte er.

Der Quartierverein Dietli-Schoren-Hölzli verzeichnete 2017 ein kleines Defizit von rund 1800 Franken bei einem Vermögen von rund 20000 Franken. «Die Hälfte davon ist auf die Todesanzeige zurückzuführen», sagte Kassiererin Susanne Dahm. Hinzu komme, dass die Mitgliederzahlen zurückgehen. Waren 2012 noch 186 Einzelpersonen oder Familien Mitglieder im Quartierverein, sind es Ende 2017 noch 131.

Luca Ghiselli

luca.ghiselli

@tagblatt.ch