VERNISSAGE: Alles Stahl im Ortsmuseum

Am Freitag, 1. September, wird die Ausstellung «Bruno Geeler – Hammerschmied und Künstler» im Gasthaus Ochsen in Thal eröffnet.

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Bruno Gehler und ein über 300 Kilo schwerer Glockenklöppel. (Bild: zVg)

Bruno Gehler und ein über 300 Kilo schwerer Glockenklöppel. (Bild: zVg)

Aus der Hammerschmiede Gee-ler kamen nebst Glockenklöppeln, Werkzeugen, Maschinenbaurohlingen und Bootsankern in allen Grössen auch Gegenstände für Künstler, Eisengeländer bis hin zu Parktoren und kunsthandwerklichen Objekten für den Gartenbereich. Auftraggeber waren Industrieunternehmen, Gewerbetreibende, die SBB und Privatpersonen. Erstaunlich, wie Bruno Geeler in dritter Generation über 46 Jahre in seiner Werkstatt als Einmannbetrieb arbeitete und es verstand, über 300 Kilo schwere Eisenstücke zur Esse und wieder auf den Amboss zu bringen. Während der Bearbeitung konnte er mit einem Flaschenzug und Körperarbeit das Formstück in der richtigen Lage halten.

Die Herstellung eines Glockenklöppels aus bestem Stahl ist Präzisionsarbeit. Das setzt genaueste Berechnungen, ein gutes Auge sowie handwerkliches Können voraus, damit aus einem einfachen runden Eisenrohling ein fein schwingender Klöppel entstehen kann. Damit ein Klöppel funktioniert, muss er gewichtsmässig auf die Glocke abgestimmt sein. Die richtige Wahl eines Klöppels ist also entscheidend für den Klang und die Haltbarkeit einer Kirchenglocke.

Bruno Geeler, dessen grosse Hände schwere Glockenklöppel bearbeiteten, können auch Anderes. Mit feinsten Pinseln malte er zum Ausgleich seiner schweren Arbeit vorwiegend Blumenbilder: Rosen, Hortensien, Gladiolen, aber auch Landschaften mit Tieren und Menschen. Bestimmt hat ihm sein Auge für Proportionen geholfen, Glockenklöppel in absoluter Präzision zu schmieden.

Alle Interessierten sind eingeladen zur Vernissage am Freitag, 1. September, ab 19 Uhr beim Gasthaus Ochsen. Während dem Apéro spielt der Musikverein Lutzenberg. Um 20 Uhr findet die Eröffnung im «Ochsensaal» statt mit der Laudatio und gesanglicher Umrahmung. Der Film auf der Grossleinwand «Wenn der Klang durchs Feuer geht» zeigt eindrücklich die Arbeit von Bruno Geeler in der Thaler Hammerschmiede. Anschliessend werden die Museumsräume im alten «Oechsli» geöffnet und die Ausstellung «Bruno Geeler – Hammerschmied und Künstler» kann besichtigt werden.

Hinweis

Weitere Öffnungszeiten sind am Samstag und Sonntag, 2. und 3. September, sowie am Thaler Kellerfest, Samstag, 9. September, von 14 bis 17 Uhr. Die Ausstellung ist jeden Monat am zweiten Wochenende geöffnet. Gruppenbesuche jederzeit möglich, Reservation Telefon 071 880 01 44.

www.ortsmuseum-thal.ch