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VERNEHMLASSUNG: Kanton St.Gallen nimmt Windparks in Richtplan auf

Zwei neue Windparks und mehr Platz für die Entsorgung von unverschmutztem Aushubmaterial. Der Kanton St.Gallen hat mehrere Teilbereiche des Richtplan überarbeitet. Bis Mitte Juni liegt der Entwurf der Anpassung öffentlich auf.
Der Kanton St.Gallen hat im Richtplan 2018 zwei Windparks festgesetzt. (Symbolbild: ARNE DEDERT (DPA))

Der Kanton St.Gallen hat im Richtplan 2018 zwei Windparks festgesetzt. (Symbolbild: ARNE DEDERT (DPA))

Im Richtplan zeigt die St.Galler Regierung auf, welche Ziele sie in der räumlichen Entwicklung des Kantons verfolgt. Wie jedes Jahr wurde der Richtplan auch für 2018 überarbeitet, um die aktuellen Bedürfnisse aufzunehmen. In der neuste Version hat die St.Galler Regierung zwei Standorte für die Erstellung von Windenergieanlagen festgesetzt.

Zum einen ist dies der Windpark Rheinau in den Gemeinden Sargans, Mels und Vilters-Wangs und zum anderen der Windpark Krinau in den Gemeinden Wattwil und Mosnang. Am Standort Rheinau sollen in einer ersten Etappe drei bis vier Windräder realisiert werden. Der Ausbau umfasst bis zu sechs Anlagen. Der Windpark Krinau ist für drei Windräder ausgelegt. Der Eintrag im Richtplan ist Voraussetzung für die anschliessende Nutzungsplanung und das Baubewilligungsverfahren.

Neue Abbau- und Deponiestandorte

Weil die Aushubmengen von unverschmutztem Aushubmaterial im Jahr 2016 mit rund 1,2 Millionen Kubikmetern auf sehr hohem Niveau lagen, sieht der Kanton auch in diesem Teilbereich Handlungsbedarf. Mit der Richtplananpassung 18 werden die Deponiestandorte Büchlerberg in Altstätten/Rüthi, Degenau und Nutzenbuechenwald in Gossau/Oberbüren sowie Höfli-Ragnatsch in Mels in den Richtplan aufgenommen. Für den bestehenden Standort Tüfentobel in Gaiserwald ist eine Erweiterung geplant, was eine entsprechende Änderung im Richtplan bedingt.

Der Abbaustandort Eichholz Süd in Gommiswald wird neu in die Liste der künftigen Abbaustandorte aufgenommen. Die Standorte Starkenbach II in Wildhaus-Alt St.Johann/Nesslau und die Erweiterung Unteregg West in Eschenbach werden neu festgesetzt. In Waldkirch wird eine umfassende Anpassung des Abbauperimeters Stöckeln Nord vorgenommen; der bisherige Standort wird gestrichen und der neue Standort als Festsetzung aufgenommen. Der Standort Dietenwil in Niederhelfenschwil wird auf Wunsch der Standortgemeinde aus der Liste der künftigen Abbaustandorte gestrichen.

Siedlungsgebiet aktualisieren

Auch bei den Bauzonen hat der Kanton im Richtplan Anpassungen vorgenommen. Mit einem Berechnungsmodell wurde ermittelt, wie viele Bauzonen eine Gemeinde in den nächsten 25 Jahren benötigt. Eine Aktualisierung der Daten ergab, dass die Bauzonen der Gemeinden Sennwald und Wattwil nicht mehr zu gross sind. Die Gemeinden müssen somit ihre Bauzonen nicht reduzieren.

Mit der Anpassung 18 werden ausserdem zwei Erweiterungen des Siedlungsgebietes vorgenommen. In Diepoldsau wird für die Erstellung einer Gemüserüsthalle das Siedlungsgebiet für Arbeitsnutzungen erweitert und in Sevelen erfolgt eine Erweiterung für sonstige Nutzungen für die Realisierung eines Unterwerks der St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK).

Entwicklungskonzepte für den Tourismus

Der Richtplan 2018 enthält auch Anpassungen im Tourismus-Bereich. Für die Destination Heidiland liegt ein Konzept in den Flumserbergen vor und wird festgesetzt. Im Zusammenhang mit der Umsetzung des Zweitwohnungsgesetzes werden Vorgaben für die Förderung der Hotellerie, einer besseren Auslastung von Zweitwohnungen und zur Förderung preisgünstiger Erstwohnungen festgelegt.

Geänderte Praxis für Weiler umsetzen

Das bestehende Koordinationsblatt zu den Weilern wurde von der Genehmigung des Richtplankapitels «Siedlung» ausgenommen. Dies, weil bemängelt wurde, dass im Richtplantext Festlegungen zu den Änderungsmöglichkeiten an der bestehenden Bausubstanz fehlen.

Im Weiteren wurde laut der St.Galler Staatskanzlei festgestellt, dass Neubauten in Weilerzonen nicht mehr zulässig sind. Mit der vorliegenden Anpassung werden die geänderten Anforderungen an Weiler im Richtplan aufgenommen. Gleichzeitig wird die Wegleitung zur Ausscheidung von Weilerzonen an die geänderten Verhältnisse angepasst. (red.)

Der Entwurf der Richtplan-Anpassung 18 liegt bis am 18. Juni 2018 in allen Gemeinden sowie online öffentlich auf.

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