Vernarrt in die Fasnacht

Die verlängerte Schnapszahl zum 11.11. verlockte gestern viele Guggen zum Fasnachtsstart in die Innenstadt. Beim Waaghaus hatte der neue Präsident Bruno Bischof seinen ersten Auftritt.

Fredi Kurth
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Applaus, Applaus: Bruno Bischof (oben), der neue Präsident des Fasnachtskomitees, präsentiert Olivia Schmitt, die das neue Plakat gestaltet hat. (Bild: Urs Bucher)

Applaus, Applaus: Bruno Bischof (oben), der neue Präsident des Fasnachtskomitees, präsentiert Olivia Schmitt, die das neue Plakat gestaltet hat. (Bild: Urs Bucher)

11.11.11, 11 Uhr 11. Die Öpfelchlöpfer aus Muolen haben sich etwas Besonderes zur ausserordentlichen Schnapszahl einfallen lassen und sind in einem als Öpfel gestalteten Wagen zum Fasnachtsauftakt erschienen. Neu auch die Figur, die kurz nach 11 Uhr 11 aufs Podium kraxelt: Bruno Bischof eröffnet erstmals als Präsident des Fasnachtskomitees den Anlass. Selber muss er sich nicht vorstellen. Wer kennt ihn nicht, den emsigen Manager vieler Stadtanlässe. Aber er macht mit einer jungen Dame bekannt. Olivia Schmitt aus Kreuzlingen, Absolventin der Schule für Gestaltung, hat das Fasnachtsplakat 2012 kreiert: Abgeleitet vom Sujet des Gauklerbrunnens, der von Max Oertli geschaffen worden ist, dem ersten Ehrenföbü.

Öpfelchlöpfer am Kommando

Der Guggenstab wechselt wie angekündigt vom der Riethüsli-Gugge zu den Öpfelchlöpfern, welche mit Hits wie «Highway to Hell» oder «Über sieben Brücken musst du gehn» an einem trüben Novembertag die Ohren wärmen. Die Föbü-Garde ist vertreten durch Alfons Sonderegger XXIII, den einzigen Pfarrer in der grossen Ehrengalerie. Gar unzimperlich reimt er sich durch seinen Vortrag, Calmy-Rey wird ebenso aufs Korn genommen wie die gescheiterte Fussball-Nati. Ein eindeutiges Sujet zeichnet sich diesmal nicht ab. Auch die Gossauer Zweiräppler rappen sich in ihrer Schitzelbank-Probe querbeet durch das Angebot.

«Neueck» Guggenbeiz des Jahres

Bei der achten Verleihung der besten Guggenbeiz haben die fasnächtlichen Musikanten diesmal die Fondue-Beiz Neueck gewählt. Das in der Bratwurst-Metropole.

Die Fasnacht vom 16. bis 21. Februar vertraut auf Bewährtes. Der vor einem Jahr erstmals durchgeführte Anlass «Dampf im Kessel» in der Lokremise soll noch attraktiver werden. Jörg Krummenacher von den Vereinigten Guggen appellierte an die kleinen Gruppen, die Beizenfasnacht nicht verkümmern zu lassen. Heute abend, ab 19 Uhr, gibt es mit der Riethüsli Gugge Party in der MZH Engelwies einen fasnächtlichen Vorgeschmack – für jene, die bereits vernarrt sind.