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Verliebt ins Wartegg

Wir wohnen seit rund einem Jahr in Rorschacherberg. Schon früher hat mich dort der Warteggpark mit seinem Schlosshotel beeindruckt. Jetzt ist mir Wartegg noch viel näher gekommen, ja ans Herz gewachsen. Dazu eine Geschichte: Unser Hund musste kürzlich einen Kreuzbandriss operieren lassen. Da hiess es, den Hund anfangs nur ums Haus auszuführen, die Ausgehzeit allmählich zu steigern und ihn stets an der Leine zu halten. Bei dieser Einschränkung wurde ich kreativ und anspruchsvoll. Ich suchte nach einer Route, die keinen Hartbelag aufweist und in der Natur ist – ein Ort zum Abschalten.

Da kam mir der Warteggpark in den Sinn. Man findet dort gepflegte Rundwege mit altem Baumbestand, Gewässer, die beruhigen, und manchmal Schafe, die grasen. Zudem ist das Schlosshotel mit seinem Schlossgarten ein Juwel – es lässt uns in die Geschichte zurückblicken. Hie und da endet unser Gang auf dem Rundweg darin, dass ich mit dem Hund auf der Schlossterrasse einkehre. Das Personal ist sehr freundlich und kennt uns, man fühlt sich willkommen. Der Höhepunkt bildete eine Geste des Besitzers am Sonntag. Ich nahm nach einem Rundgang auf der Schlossterrasse Platz und wollte einen Kaffee bestellen, während der Hund auf dem Kiesboden lag. Ich wurde nicht sofort bedient, das Personal war beschäftigt. Der Schlossbesitzer hielt mit seinem Geschäftsführer am Tisch nebenan eine Besprechung ab. Nachher kam er zu mir und fragte mich, ob ich schon bestellen konnte. Ich antwortete «nein», gab ihm aber zu verstehen, dass es nicht eile. Das war ihm nicht recht, so dass er selber Hand anlegte und mir einen Ristretto brachte. Dann fügte er hinzu, dass der Kaffee offeriert sei – seine Devise laute, natürlich etwas schalkhaft, je länger man warten müsse, desto mehr Rabatt erhalte man. Jetzt sei der Rabatt so gross, dass der Preis bei null angekommen sei. Ich war völlig überrascht und erfreut, dass es so etwas (noch) gibt.

Eine wirklich schöne Geste! Sie verdient grosse Anerkennung, zeichnet aber gleichzeitig das Schlosshotel einmal mehr aus. Hier wird eine Willkommenskultur gepflegt, die man nicht einfach lernen kann – man muss sie verinnerlichen. Dies gilt nicht nur für den Schlossbesitzer, sondern auch für seine Angestellten – sie alle haben diese Haltung verinnerlicht und schon mehrfach unter Beweis gestellt. Da kann man sich wirklich verlieben.

Markus Schwager Rosengartenstrasse 17, 9404 Rorschacherberg

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