Verkehrsunfälle sind rückläufig

Gemäss den Verkehrsdaten des städtischen Tiefbauamts ereigneten sich auf den städtischen Strassen 2014 so wenige Unfälle wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Zahl hat aber einen Schönheitsfehler.

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Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Stadt St. Gallen ist im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Wie aus den Verkehrsdaten des städtischen Tiefbauamtes hervorgeht, ereigneten sich 2014 auf dem städtischen Strassennetz – also ohne die Stadtautobahn – insgesamt 340 Unfälle (siehe Grafik). Das ist die tiefste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980. Seither zeigt sich ein wellenförmiger, aber beständiger Rückgang. Dies, obwohl die Zahl der registrierten Fahrzeuge konstant zunimmt, im vergangenen Jahr von 41 797 auf 42 353.

Unterschiedliche Unfallzahlen

Auffallend ist jedoch, dass die Unfallzahlen nicht mit jenen übereinstimmen, welche die Stadtpolizei im Februar veröffentlicht hat. Sie wies damals 471 Verkehrsunfälle für das Jahr 2014 aus. Das war zwar der niedrigste Wert der vergangenen vier Jahre, aber kein neuer Minusrekord wie bei der nun veröffentlichten Unfallstatistik des Tiefbauamtes.

Die Differenz erklärt Urs Büchler vom Tiefbauamt mit den unterschiedlichen Auswertungen der Daten. Während die Stadtpolizei alle Unfälle berücksichtigt, sind bei den Zahlen des Tiefbauamtes lediglich die Unfälle des rollenden Verkehrs aufgeführt. Die Parkierunfälle – im vergangenen Jahr waren es rund 130 – sind in der Statistik des Tiefbauamtes nicht eingerechnet.

Auch auf Stadtautobahn weniger

Rückläufig war auch die Zahl der Unfälle auf der Stadtautobahn. Gemäss dem Verkehrsbericht ereigneten sich im Jahr 2014 insgesamt 84 Unfälle, 7 weniger als im Vorjahr und so wenig wie nie mehr seit dem Jahr 1991. (dag)