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VERKEHRSKONZEPT: Zu viel Durchgangsverkehr: Linsebühl-Anwohner wehren sich

Für viele Autofahrer führt der schnellste Weg auf die Autobahn durch das Linsebühl-Quartier. Nun wehren sich Anwohner und präsentieren ein Verkehrskonzept. Der Stadtrat hat aber noch nicht O.k. gesagt.
Christoph Renn

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

«Wir sind mit Anwohnern und den verantwortlichen Stellen in stetigem Austausch», sagte Alexandra Akeret, Präsidentin des Quartiervereins Südost, an der Hauptversammlung am Dienstagabend im Kaffeehaus vor rund 60 anwesenden Mitgliedern. Damit sprach sie kurz die Problematik mit der Drogenszene im Linsebühl an. Danach leiteten sie rasch zu den erfreulichen Anlässen über. Da seien beispielsweise die Brunnenfasnacht, das Quartierfest oder der Chlausbesuch gewesen, die das Quartier belebt hätten. Den freiwilligen Helfern wurde mit Beifall gedankt.

Die weiteren ordentlichen Traktanden handelte Akeret im Schnellzugstempo ab. Denn als letzter Punkt stand das neue Verkehrskonzept für das Quartier auf der Liste. Dieses soll den Durchfahrtsverkehr durch das Quartier verringern. Im Fokus stehen die Singenbergstrasse und die Sternackerstrasse, die im Moment am stärksten belastet ist. Eine Arbeitsgruppe erarbeitete sieben Varianten und präsentierte nun ihren Favoriten.

Umlagerung auf andere Quartierstrassen

Der Durchgangsverkehr soll primär durch die Einführung von zwei Einbahnstrassen reguliert werden. «Wir erhoffen uns dadurch, dass die Autofahrer das Quartier in Zukunft über den Spisertor-Kreisel umfahren», sagte Martin Beck, Vorstandsmitglied des QV Südost. Deshalb soll die Singenbergstrasse ab Florastrasse nur noch in eine Richtung befahren werden können. Autos, die von St. Georgen her kommen, könnten dann nicht mehr direkt zur Rorschacher Strasse und weiter Richtung Autobahn fahren. Ebenfalls als Einbahn ist im Konzept die Sternackerstrasse von der Flora- bis zur Konkordiastrasse vorgesehen. Lenker könnten künftig nur noch von der Linsebühlstrasse Richtung Rorschacher Strasse fahren. Alle anderen Strassen behalten im neuen Verkehrskonzept das bestehende Regime bei. So sind weder zusätzliche Massnahmen noch neue Verbote geplant.

Ein Bewohner des Quartiers äusserte daraufhin Kritik. Er habe Bedenken, dass sich so der Verkehr auf die Sternackerstrasse verlagere, sagte er. «Wir sind uns dieses Umstands bewusst», antwortete Beck. Bei dieser Lösung sei die Umlagerungsproblematik jedoch von allen Varianten am geringsten, erläuterte Stadtingenieur Beat Rietmann. 100 Prozent des Durchgangsverkehrs können nie ganz aus dem Quartier geschafft werden. «Wir rechnen damit, dass wir das Verkehrsaufkommen im Quartier mit diesem Konzept um bis zu 50 Prozent verringern können.» Zudem seien weitere Verkehrszählungen nach der Einführung des neuen Verkehrsregimes geplant. Danach werde man nochmals weiterschauen, sagte Rietmann.

Mit dem Konzept soll jedoch nicht nur der Durchgangsverkehr im Linsebühl reduziert, sondern auch die Sicherheit im Quartier erhöht werden. Deshalb ist auch eine Verbreiterung des Trottoirs an der Singenbergstrasse geplant. Der Veloverkehr talwärts würde neu über die Hintere Singenbergstrasse führen. «Ziel ist es, dass das Verkehrskonzept noch 2018 eingeführt wird», sagte Martin Beck.

Stadtrat prüft seine Anpassungen

Nachdem die Verantwortlichen des Quartiervereins ihren Mitgliedern das Verkehrskonzept im Detail erläutert hatten, meldete sich die anwesende Stadträtin Maria Pappa, Direktion Planung und Bau, zu Wort. Sie sagte, dass die Öffnung der Hinteren Singenbergstrasse für Velos nochmals geprüft werden müsse, bevor der Stadtrat die Massnahmen beschliesse. (pd/ren)

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