Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

VERKEHRSKOLLAPS: TCS St.Gallen und Umgebung fordert raschen Ausbau der Stadtautobahn

Die TCS-Regionalgruppe St.Gallen und Umgebung fordert die rasche Konkretisierung der Ausbaupläne für die Stadtautobahn. Sie will entgegen anhaltender linker Opposition unbedingt an der Teilspange via Güterbahnhof in die Liebegg festhalten. Vom Resultat der Abstimmung über die Mobilitäts-Initiative ist der TCS enttäuscht.
Reto Voneschen
Die St.Galler Stadtautobahn beim Anschlusswerk Kreuzbleiche. Ungefähr von hier aus soll die politisch heftig umstrittene Teilspange zum Güterbahnhof und in die Liebegg dereinst abzweigen. (Bild: Ralph Ribi)

Die St.Galler Stadtautobahn beim Anschlusswerk Kreuzbleiche. Ungefähr von hier aus soll die politisch heftig umstrittene Teilspange zum Güterbahnhof und in die Liebegg dereinst abzweigen. (Bild: Ralph Ribi)

Die diesjährige Hauptversammlung der TCS-Regionalgruppe St.Gallen und Umgebung nutzte Präsident Marcel Aebischer am Montagabend wie üblich für eine verkehrspolitische Auslegeordnung. Neben der Abstimmung über die Mobilitäts-Initiative, die der TCS am 4. März zusammen mit anderen bürgerlichen Verbänden und Parteien verloren hat, brachte er dabei die Engpassbeseitigung auf der Stadtautobahn aufs Tapet.

Dies sei ein zentrales Vorhaben für die Mobilität in und um die Stadt St. Gallen. Es werde die Stadtautobahn und mit ihr die ganze Stadt «vom ständigen Stau» entlasten und die Erreichbarkeit der Innenstadt, also auch den Zugang zum Gewerbe, nachhaltig sicherstellen. Ohne Verwirklichung der dritten Autobahnröhre durch den Rosenberg und die Teilspange via Güterbahnhof in die Liebegg drohe St. Gallen ab 2040 der Verkehrskollaps.

Pläne bereinigen, Kostenteiler festlegen

Dass der Bund die Engpassbeseitigung auf der St.Galler Stadtautobahn inzwischen in die erste Prioritätsstufe für Ausbauten auf dem Schweizer Autobahnnetz genommen hat, wertet Marcel Aebischer als positiv. Er forderte Stadt und Kanton auf, das vorliegende Projekt jetzt zusammen mit den Bundesbehörden und den Nachbarkantonen rasch zu konkretisieren und zu bereinigen. Rasch müssten insbesondere auch die Kosten für die Teilspange in die Liebegg ermittelt und der Kostenteiler dafür festgelegt werden.

Marcel Aebischer, Präsident TCS-Regionalgruppe St.Gallen und Umgebung. (Bild: Ralph Ribi)

Marcel Aebischer, Präsident TCS-Regionalgruppe St.Gallen und Umgebung. (Bild: Ralph Ribi)

Es gelte, keine wertvolle Zeit zu verlieren, forderte Marcel Aebischer am Montagabend. Linke Kreise hätten bereits Widerstand gegen die Teilspange angekündigt. Damit sei absehbar, dass bis zum definitiven Baubeginn mit weiteren zeitraubenden Volksabstimmungen zu rechnen sei. Die IG Engpassbeseitigung, bei der auch der TCS Mitglied ist, müsse sich daher weiterhin für den Ausbau der Stadtautobahn einsetzen. Der politische Druck zu Gunsten des für die Zukunft der Region und der Ostschweiz zentralen Strassenbauvorhabens müsse hoch bleiben.

TCS-Regionalgruppe akzeptiert Volks-Nein

Enttäuscht zeigte sich der Präsident der TCS Regionalgruppe St. Gallen und Umgebung am Montagabend über das Resultat der Abstimmung über die Mobilitäts-Initiative. Das Resultat sei zwar bedauerlich, es sei aber zu akzeptieren, hielt Marcel Aebischer fest. Mit der Ablehnung des Volksbegehrens verändere sich die Mobilitätspolitik der Stadt vorerst nicht. Es gelte weiterhin das Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung, das vorsehe, sämtlichen Mehrverkehr mit dem öffentlichen und dem Langsamverkehr aufzufangen.

Für Aebischer ist fraglich, dass diese Strategie aufgehen kann. Der motorisierte Individualverkehr und der motorisierte Güterverkehr dürften nicht mehr weiter wachsen, obwohl das Auto immer noch das mit Abstand wichtigste Verkehrsmittel sei. Mit keinem anderen lege die Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land so viele Wege zurück wie mit dem Auto.

Verkehrsprobleme ganzheitlich angehen

Der TCS wünsche sich auch nach der Abstimmung über die Mobilitäts-Initiative, dass der Verkehr als gesamtheitliches System verstanden werde und nicht einzelne Verkehrsträger gegeneinander ausgespielt würden. Er werde sich weiterhin gegen Lenkungsmassnahmen aussprechen, die in die Mobilität der Bürger und ihre Bedürfnisse eingreife. Bei der Erarbeitung konkreter Verkehrsprojekte will sich der TCS unter anderem für die Belange des Gewerbes einsetzen.

Fragwürdig ist für Marcel Aebischer der «einseitig ungehemmte» Ausbau von öV und Langsamverkehr, ohne dass dafür ein wirkliches Bedürfnis bestehe. Es mache zum Beispiel keinen Sinn, das ÖV-Netz stärker auszubauen, obwohl die Busse von Ausnahmen abgesehen «regelmässig leer» unterwegs und viele Buslinien defizitär seien.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.