VERIRRT: Lebensgefährliche Aktion auf zwei Rädern

Ein Mann war auf der Autobahn A1 in Richtung St. Margrethen mit dem Velo unterwegs. Autofahrer meldeten dies bei der Kantonspolizei St. Gallen. Deren Sprecher Gian Andrea Rezzoli kennt weitere Fälle.

Jolanda Riedener
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Ein Velofahrer radelte auf der Autobahn A1 in Richtung St. Margrethen. (Bild: PD)

Ein Velofahrer radelte auf der Autobahn A1 in Richtung St. Margrethen. (Bild: PD)

Das Bild hat Aufmerksamkeit erregt. Es zeigt einen Velofahrer auf der Autobahn A1 von Rorschach in Richtung St. Margrethen. Auf Facebook wurde das Bild vergangene Woche geteilt, bisher rund 60 Mal kommentiert, und es erhielt 360 Likes.

Laut Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der St. Galler Kantonspolizei, hat ein Autofahrer den Vorfall bei der Kantonspolizei gemeldet. Eine Patrouille habe den Velofahrer schliesslich gegen 16.30 Uhr auf der Autobahn angehalten und ihm eine Busse erteilt. Wie auf dem Bild zu sehen ist, fuhr der Velofahrer im Baustellenbereich vor St. Margrethen. Einen Pannenstreifen gibt es auf diesem Streckenabschnitt deshalb nicht. Darüber, warum und wie der Velofahrer auf die Autobahn gelangt ist, kann Rezzoli keine Auskunft geben. Es komme aber ab und zu vor, dass die Polizei Velofahrer auf der Autobahn anhalten muss. In der Regel würden Autofahrer solche Vorfälle sofort bei der Polizei melden, was absolut richtig sei. «Es ist auch sehr gefährlich, sich auf dem Pannenstreifen aufzuhalten», sagt Rezzoli. Auch im Falle einer Panne sind Personen angehalten, sich hinter die ­Leitplanke zu begeben. Insbesondere der Geschwindigkeitsunterschied könnte zu verheerenden Unfällen führen.

Rezzoli erinnert sich in diesem Zusammenhang an einen Fall, bei dem ein älterer Herr mit dem Töffli auf der Autobahn unterwegs war. Dieser begründete die gewählte Route damit, dass er den Weg nicht genau kenne und er via Autobahn wohl am schnellsten ans Ziel komme.

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch