Vereint in grossen Tönen

Die Stadtharmonie Eintracht Rorschach und die Bürgermusik Untereggen laden am Sonntag, 6. Dezember, zum gemeinsamen Winterkonzert ein.

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Das Winterkonzert findet im Carmen-Würth-Saal statt. (Bild: Archiv)

Das Winterkonzert findet im Carmen-Würth-Saal statt. (Bild: Archiv)

RORSCHACH. Nicht kleckern, sondern klotzen. Das nahmen sich die verantwortlichen Dirigenten der Stadtharmonie Eintracht Rorschach und der Bürgermusik Untereggen wohl vor bei der Programmgestaltung des diesjährigen gemeinsamen Winterkonzerts. Unter dem Titel «Brass & Harmonie» werden am Sonntag, 6. Dezember, 17 Uhr, die Darbietungen der «Hausherrin Eintracht» und ihrer Gäste aus Untereggen nicht wie üblich in der Kolumbanskirche stattfinden, sondern im Carmen-Würth-Saal. Eine kluge Wahl – denn wer sich mit symphonischer Blasmusik auskennt, weiss, dass die Überakustik einer Kirche dem Gesamtklang nicht immer zuträglich ist. Vor allem dann, wenn die Werke zwar gross, aber auch mit klanglich differenzierten Passagen angelegt sind.

Swingende Klänge

Mit hellen Fanfarenklängen werden die Gäste aus Untereggen das Konzert beginnen. «Intrada – Eine feste Burg», nach dem bekannten Text von Martin Luther, arrangiert von Ray Farr, taugt als Werk bestens, um Weihnachtsgefühle in Schwung zu bringen. Mit «Coriolanus» von Cyril Jenkins, komponiert 1920, bringen die Untereggler eine Trouvaille mit: Es ist eine der wenigen Originalkompositionen für Brass Band, die vor 1945 geschrieben wurde, und erinnert mit ihrem schnarrend-swingenden Sound an die «Roaring Twenties», obwohl es sich thematisch um eine Intrige aus der Römerzeit handelt. «Swedish Folk Song» und «Trittico for Brassband» von James Curnow schöpfen ebenfalls aus Einfällen der Vergangenheit. Der witzig- spielerische Marsch «Glemdene» von John Carr schliesslich ist allerfeinste britische Blasmusikkunst und entlässt einen mit Champagnerlaune in die Pause.

Höhepunkt mit Cellistin

Danach trommeln der Tambourenverein Herisau und das Drumcorps der Stadtharmonie das Publikum zurück in den Saal. Jetzt ist die Gastgeberin Eintracht an der Reihe. Mit «Hounds of Spring» von Alfred Reed treffen Frühlingsgefühle auf Adventsbesinnlichkeit, was kein Widerspruch sein muss. Das Herzstück des Abends wird Friedrich Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester sein. Mit diesem Konzert – die Kritiker nennen es «jazzoid» – hat sich Gulda ein Denkmal gesetzt. Es wird eine Freude sein, der jungen österreichischen Cellistin Katharina Weissenbacher zuzuhören. Mit der Sinfonie X Big D(allas) von Don Gillis wird der Abend ausklingen. (bc/lim)

Vorverkauf: Würth Haus oder unter www.eintracht-rorschach.ch Die Platzzahl ist beschränkt.