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VEREINSTREUE: Das Aushängeschild bleibt

Waldkirch-St. Gallens Nationalspieler Roman Mittelholzer entscheidet sich bewusst für eine Zukunft bei seinem Stammverein. Der Captain hat Ziele, die er mit dem Club unbedingt noch erreichen will.
Ives Bruggmann
Roman Mittelholzer (links) fühlt sich in seiner Captainrolle bei Waldkirch-St. Gallen wohl. (Bild: Niklaus Schmid)

Roman Mittelholzer (links) fühlt sich in seiner Captainrolle bei Waldkirch-St. Gallen wohl. (Bild: Niklaus Schmid)

Ives Bruggmann

ives.bruggmann

@tagblatt.ch

Ein paar Angebote habe er schon abgelehnt, gibt Roman Mittelholzer offen zu. Doch anstatt den Weg des geringsten Widerstands zu gehen und sich einem Topclub anzuschliessen, hat der 25-jährige Stürmer seinen Vertrag beim NLA-Unihockeyclub Waldkirch-St. Gallen um zwei Jahre verlängert. «Ich bin hier noch nicht fertig», beschreibt Mittelholzer das Gefühl, das ihn zum Bleiben bewegt hat. Die erstmalige Playoff-Qualifikation sei das grosse Ziel, nicht nur von ihm, sondern von vielen Spielern, die bereits einige Jahre im Verein seien. Es wäre für ihn – den Captain und Nationalspieler – nicht richtig gewesen, den Club zu einem Zeitpunkt zu verlassen, da das Playoff näher denn je ist. Und doch hatte Mittelholzer auch Zweifel. «Ich musste abwägen, ob ich meine persönlichen Ziele hier erreichen kann.» Denn im November absolvierte Mittelholzer sein erstes Länderspiel, weitere folgten vor gut einem Monat.

Grosses Ziel ist die WM im Dezember

Die WM Anfang Dezember dieses Jahres ist auch das grosse persönliche Ziel des St. Galler Topskorers. Dafür sieht er die Voraussetzungen in St. Gallen gegeben. «Hier muss ich immer auf Toplevel abliefern. Ich kann mir keine Pausen erlauben», spricht Mittelholzer seine Verantwortung als Captain und Vorkämpfer des Teams an. Er sei schliesslich auch im Trikot des UHC Waldkirch-St. Gallen Nationalspieler geworden, «also wird dies auch weiterhin möglich sein, wenn meine Leitungen stimmen».

Mit der Mannschaft musste der ausgebildete Primarlehrer kürzlich eine Enttäuschung wegstecken. Das Playoff wurde knapp verpasst. «Es spielt keine Rolle, wie knapp man es nicht schafft, die Enttäuschung ist immer gleich gross», sagt Mittelholzer. Es habe sich in den Spielen gegen die Grasshoppers und Malans gezeigt, dass die Erfahrung in gewissen Situationen noch fehle. Doch gerade auch aufgrund dieses Rückschlags spürt Mittelholzer, dass der Wille, das Playoff zu erreichen, noch nie so gut sichtbar war, wie jetzt.

Entscheid mit Signalwirkung

Für den Verein ist der Verbleib des Captains von grosser Bedeutung. «Sein Weg soll Sinnbild für den ganzen Verein sein und auch junge Talente im Club inspirieren, den gleichen Weg zu gehen», sagt Präsident Thomas Eberle. Mittelholzer lobt derweil die Entwicklung des Vereins. «Man merkt, dass der Club vorwärtsgehen will», sagt er. Der Verein sei dank seiner neuen Strukturen immer besser aufgestellt. Der Trainerstab sei zudem mit qualifizierten Leuten erweitert worden, es fehle an nichts. «Es gibt nicht viele Vereine, die das so hinkriegen, ohne ausländische Spieler», sagt Mittelholzer.

Für die NLA-Mannschaft geht es im anstehenden Playout gegen Kloten-Bülach nicht nur darum, in der höchsten Schweizer Liga zu bleiben. «Der Fokus liegt auch bereits in der Zukunft. Wir wollen uns weiterentwickeln im Hinblick auf die nächste Saison», sagt Mittelholzer. Das Erreichen des Playoffs wäre für den Verein der grösste Erfolg überhaupt. «Aber nicht die Endstation», sagt der Captain.

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