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VERDORBEN, UNGENIESSBAR, GIFTIG: Rekordjahr für St.Galler Pilzkontrolle - teils hochgiftige Pilze entdeckt

Die Pilzkontrolle im Botanischen Garten St.Gallen hat in diesem Herbst so viele Pilze kontrolliert wie noch nie. Insgesamt wurden von August bis Oktober knapp 230 Kilogramm Pilze geprüft. Zum Teil waren auch hochgiftige Exemplare darunter.
Hochgiftig: Grüne Knollenblätterpilze. (Bild: BERND WÜSTNECK (DPA Zentralbild))

Hochgiftig: Grüne Knollenblätterpilze. (Bild: BERND WÜSTNECK (DPA Zentralbild))

Der Botanische Garten berichtete am Montag von einer "sehr erfolgreichen Pilzsaison". Die Fachleute führten für Privatpersonen 421 Kontrollen durch. Von den 229 Kilogramm Pilzen waren 53 Kilogramm verdorben, ungeniessbar oder giftig. Fast jeder vierte kontrollierte Pilz war nicht essbar.

Bei fünf Kontrollen wurden 260 Gramm tödlich giftige Pilze entdeckt, darunter Grüne Knollenblätterpilze, Risspilze oder Bleiweisse Trichterlinge, wie es im Communiqué heisst. Die diesjährigen Zahlen übertreffen den Rekord von 2012, als rund 200 Kilogramm Pilze zur Kontrolle gebracht wurden.

2016 war mit lediglich 84 Kilogramm ein ausgesprochen schlechtes Pilzjahr. Darauf folgte jetzt ein besonders gutes, wie der Botanische Garten schreibt. Das Verhältnis von Speisepilzen und nicht essbaren Exemplaren sei über die Jahre hinweg relativ stabil geblieben.

Verantwortungsbewusst

Dies zeige das Verantwortungsbewusstsein der Sammlerinnen und Sammler, die im Durchschnitt jeweils ein halbes Kilogramm Pilze vorbeibrachten, meistens gut geputzt und sortiert. Dass Pilze "wahllos abgerissen und sackweise zur Kontrollstelle geschleppt" würden, lasse sich in St. Gallen praktisch nicht beobachten.

Die Pilzkontrollstelle bietet ihre Dienstleistung für private Sammler jeweils von Anfang August bis Ende Oktober an. Einige Gemeinden in der Region, etwa im Rheintal, in Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, kennen eine Sammelbeschränkung auf zwei Kilogramm pro Tag und Person und verbieten das gewerbsmässige Sammeln. (sda)

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