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VERDICHTUNG: In St.Gallen wird ein Quartier massiv verändert

An der Felsenstrasse sind zwei Grossüberbauungen geplant. Die eine wurde gerade erst in Angriff genommen, die andere liegt derzeit öffentlich auf. Es ist ein massiver Einschnitt ins Quartier. Und in den kommenden Jahren könnte ein weiterer folgen.
David Gadze
Die Bauarbeiten im Haldenhof haben begonnen. Noch dieses Jahr sollen die Bagger auch auf der anderen Seite der Felsenstrasse auffahren. (Bild: Ralph Ribi)

Die Bauarbeiten im Haldenhof haben begonnen. Noch dieses Jahr sollen die Bagger auch auf der anderen Seite der Felsenstrasse auffahren. (Bild: Ralph Ribi)

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Der westliche Teil der Felsenstrasse befindet sich derzeit im Umbruch. In den kommenden Jahren bekommt er ein neues Gesicht. Hier, an zentrumsnaher Lage, entstehen zwei Grossüberbauungen mit neuen Wohnungen. Schon lange existieren entsprechende Pläne. Jetzt ist der Wandel sichtbar: Auf der nördlichen Seite haben kürzlich die Abbrucharbeiten für die neue Überbauung im Haldenhof begonnen. Und auf der südlichen Seite kündigen Visiere bereits das nächste Bauprojekt an, eine weitere Wohnüberbauung. Dieser sollen die Liegenschaften Felsenstrasse 57 bis 67 weichen. Die Pläne für das Projekt liegen bis am 14. März im Amtshaus öffentlich auf.

Dieses Bauvorhaben sieht anstelle der bestehenden sechs Gebäude drei neue Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 29 Wohnungen vor: drei Studios, fünf Zweieinhalbzimmer-, elf

Dreieinhalbzimmer- und zehn Viereinhalbzimmer-Wohnungen. Sie würden voraussichtlich als Eigentumswohnungen ausgeschrieben, sagt Roland Ebneter, Projektleiter bei der Bauherrin Mettler2Invest. Jede Wohnung soll über einen Parkplatz in der Tiefgarage verfügen, welche die drei Bauten über ein Sockelgeschoss miteinander verbindet.

Das Verkehrsregime bleibt bestehen

Die Neubauten bestehen jeweils aus einem vorgelagerten Teil mit drei Obergeschossen sowie über einem zum Hang hin zurückversetzten Teil mit fünf Obergeschossen. Die Gebäudehöhe zur Felsenstrasse hin beträgt rund 15 beziehungsweise rund 20 Meter. Ziel sei, im Herbst mit dem Abbruch der bestehenden Liegenschaften und im Winter mit dem Aushub für die Neubauten beginnen zu können, sagt Ebneter. Die Bauzeit soll etwa eineinhalb Jahre betragen. Demnach wären die Wohnungen ungefähr Mitte 2020 bezugsbereit.

Das Verkehrsregime in jenem Abschnitt der Felsenstrasse soll auch nach Fertigstellung der neuen Überbauungen bestehen bleiben, sagt Notker Schmid, Leiter Strassenbau beim städtischen Tiefbauamt. Dieser Teil ist seit 1981 eine verkehrsberuhigte Wohnstrasse – die erste auf Stadtgebiet. Da die Wohnstrasse nicht mehr der Signalisationsverordnung entspricht, soll der ganze Abschnitt von der Gottfried-Keller-Strasse bis zur Kapellenstrasse künftig als Begegnungszone signalisiert sein. Gegen das Vorhaben sei noch eine Einsprache hängig, sagt Schmid. Trotz der Neubauten sei eine Begegnungszone möglich. Denn es sei nicht davon auszugehen, dass die neuen Wohnungen mehr Verkehr auslösen würden als die bisherigen.

Einige Anpassungen am Projekt Haldenhof

An der nördlichen Seite der Felsenstrasse haben derweil die Arbeiten für die Überbauung Haldenhof begonnen. Dort realisiert die Haldenhof St. Gallen AG, deren Verwaltungsrat Architekt Hans Jörg Schmid, Akris-CEO Peter Kriemler und der ehemalige Acrevis-Verwaltungsrat Niklaus Staerkle angehören, in den ersten beiden Etappen drei Neubauten entlang der Felsenstrasse sowie eine an der Wassergasse. Derzeit reissen Bagger dafür die ersten Gebäude ab. Entgegen der ursprünglichen Planung bleiben die beiden zusammenhängenden Liegenschaften Haldenstrasse 1 und 5 jedoch erhalten. Das bestätigt Verwaltungsratspräsident Hans Jörg Schmid. «Die Bausubstanz ist noch gut.» In zwei bis drei Jahren sei gar die Renovation des Gebäudes vorgesehen.

Es habe weitere Anpassungen am Projekt gegeben, sagt Ivan Furlan, Leiter des Amtes für Baubewilligungen. Unter der Tiefgarage, die über zwei Zufahrten von der Wassergasse erschlossen wird, ist ein zusätzliches Lagergeschoss geplant. Das Vorhaben liegt noch bis diesen Freitag öffentlich auf. Und die beiden Parkdecks der Tiefgarage, die über eine Rampe miteinander verbunden sein sollten, werden getrennt und erhalten je eine separate Zu- und Wegfahrt. Davon erhoffe man sich eine verkehrliche Entlastung, sagt Furlan.

Fragezeichen hinter der dritten Etappe

«Bis zur Fertigstellung der Etappen eins uns zwei dauert es voraussichtlich bis Ende 2020 oder Anfang 2021», sagt Hans Jörg Schmid. Ob die Bauherrschaft auch die dritte Etappe ausführen werde, sei derzeit immer noch ungewiss. In den Planungsprozess für einen neuen Sondernutzungsplan müssten alle anderen Grundeigentümer einbezogen werden. Die dritte Etappe würde – falls sie denn realisiert wird – zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen. Das Stadtparlament hatte Ende 2015 bei der Beratung des Überbauungs- und Gestaltungsplans für die ersten beiden Etappen kritisiert, ohne die dritte Etappe drohe ein städtebauliches Fragment.

Kommt eines Tages jedoch auch die dritte Etappe, würde die Umgestaltung des Quartiers im Viereck zwischen der Felsenstrasse und der Wassergasse sowie zwischen der Berneggtreppe und dem Gallusweg fortgesetzt.

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