Verdächtiger bestreitet Beteiligung

RAPPERSWIL. Der 57-jährige Mann, der im Zusammenhang mit dem Mord an einem Rapperswiler Hauswart verhaftet wurde, hat nach eigenen Aussagen nichts mit dem Tötungsdelikt zu tun. Die Staatsanwaltschaft hat nun für den Verdächtigen Untersuchungshaft beantragt.

Daniel Walt
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Weshalb musste ein 53-jähriger Hauswart am Freitag in Rapperswil sterben? Nach wie vor gibt es kein Licht im Dunkel rund um die Bluttat, die sich kurz vor 11 Uhr beim ehemaligen Swisscom-Gebäude an der Alten Jonastrasse ereignete. Die aktuelle Schlüsselfigur, ein festgenommener 57-Jähriger Schweizer, gab bisher nichts Wesentliches zu Protokoll. Wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt, sei der Mann erstmals von der Staatsanwaltschaft befragt worden. Allerdings habe er bestritten, etwas mit dem Tötungsdelikt zu tun zu haben.

Verdacht hat sich erhärtet
Die Staatsanwaltschaft St.Gallen, Untersuchungsamt Uznach, hat für den 57-Jährigen Untersuchungshaft beantragt. «Der Verdacht gegen den Mann hat sich erhärtet. Wir haben jetzt genug Anhaltspunkte, dass er etwas mit dem Delikt zu tun hat», sagt Hans Peter Eugster, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Vieles deute darauf hin, dass der Verdächtige zum Tatzeitpunkt in Rapperswil war. Eugster: «Wir hoffen, dass wir weitere Hinweise bekommen, um den Tagesablauf des 57-Jährigen zu rekonstruieren.»

Ermittlungen gehen weiter
Zum Motiv kann sich die Polizei noch nicht äussern. Eugster: «Wir gehen weiter den Hinweisen nach und versuchen ein möglichst umfassendes Bild des Ermordeten zu erhalten.» Die Ermittlungen würden breitgefächert geführt.

Eugsters Bestätigung
Am Freitag suchte die Polizei nach einem Mann mit Rossschwanz – er wurde zum fraglichen Zeitpunkt in der Nähe des Tatortes gesehen. Eugster erklärt gegenüber Tagblatt Online zwar, der verhaftete 57-Jährige habe bei seiner Festnahme keinen Rossschwanz getragen. Er habe aktuell auch keine Frisur, die das Zusammenbinden der Haare zulasse. Auf eine entsprechende Frage bestätigt Eugster aber, der Verdächtige habe tatsächlich einen Rossschwanz zu tragen gepflegt.

In Wohnhaus verhaftet
Hat sich der 57-jährige Mann, so er wirklich für den Tod des Hauswarts verantwortlich ist, von seinem Erkennungszeichen zu trennen versucht, um nicht mit der Bluttat in Verbindung gebracht zu werden? Derzeit Spekulation. Fakt ist: Der Mann wurde in einem Wohnhaus in der Nordwestschweiz festgenommen, und zwar nicht bei ihm daheim. «Eine Waffe wurde bei ihm nicht gefunden», so Hans Peter Eugster. Noch nicht klar sei, Ebenfalls sei noch nicht klar, in welcher Beziehung der Mann zum Opfer gestanden sei. Berichte, wonach die Beziehung des Opfers nur wenige Tage vor der Tat zu Ende gegangen sei, nimmt Eugster zur Kenntnis – kommentieren will er sie und einen möglichen Zusammenhang mit der Tat nicht. Genauso wenig wie Informationen, der Hauswart sei schon einmal wegen der Kündigung einer Firma mit dem Tod bedroht worden.

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