VERBESSERUNGEN: Lücken stopfen für Fussgänger und Velofahrer

Für Sofortmassnahmen im Fuss- und Veloverkehr hat die Stadt bisher 685000 Franken ausgegeben. Für 2018 bis 2020 verlangt der Stadtrat vom Parlament dafür nochmals 450000 Franken.

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Sicherheit für Velofahrer: Ro­te Velowege auf Kreuzungen an der Va­dianstrasse. (Bild: Reto Voneschen)

Sicherheit für Velofahrer: Ro­te Velowege auf Kreuzungen an der Va­dianstrasse. (Bild: Reto Voneschen)

Bezüglich Bauprojekten ist der Fuss- und Veloverkehr in St. Gallen gegenüber dem Auto lange Zeit stiefmütterlich behandelt worden. Entsprechend ist Nachholbedarf vorhanden. Die Stadt ist seit einigen Jahren daran, Mängel auszubügeln und Lücken zu schliessen. Erhebliche Impulse dafür gab gemäss Vorlage des Stadtrates das 2010 vom Stimmvolk angenommene Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. Strategische Über­legungen zum Vorgehen wurden im jüngsten Richtplan angestellt. Eine Schwachstellenanalyse zeigte, wo Lücken klaffen. Und weitere Massnahmen lassen sich aus dem städtischen Mobilitätskonzept 2040 ableiten.

Viele kleine und Kleinstprojekte

Allerdings hat die Stadt in den vergangenen Jahren für den Fuss- und Veloverkehr nicht nur Pläne gezeichnet sowie Papierbeigen hin- und hergeschoben. Neben grossen Vorhaben, die über die Aggloprogramme des Bundes und die Strassenbauprogramme des Kantons verwirklicht werden sollen, gibt es eine Serie kleiner und kleinster Massnahmen zu Gunsten des Fuss- und Veloverkehrs. Dazu zählen Radstreifen, Velo-Durchfahrten, Trottoirverbreiterungen oder die Verbesserung der Sicherheit. Diesen Punkten wurde mit sogenannten Sofortmassnahmen zu Leibe gerückt.

Von 2012 bis 2014 standen für solche Kleinprojekte 265000, von 2015 bis 2017 410000 Franken zur Verfügung. Ausgegeben wurden seit 2012 685000 Franken. 100000 übernehmen Bund und Kanton, womit bis Ende 2017 für kleinere Massnahmen für Fussgänger und Velofahrer noch 90000 Franken zur Verfügung stehen. Und danach soll das Bauprogramm weitergeführt werden.

Der Stadtrat verlangt dafür vom Parlament einen Verpflichtungskredit von 450000 Franken. Ausgegeben werden soll das Geld 2018 bis 2020. Verwirklicht werden sollen Markierungen und Signalisationen für 60000, bauliche Massnahmen für Fussgänger für 270000 und für Velofahrer für 150000 Franken. Kanton und Agglomerationsprogramm des Bundes sollen davon rund 100000 Franken tragen. (vre)