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VERALTET: Eine neue Schule soll her

Die Schulanlage in Untereggen entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Eine Analyse zeigt drei verschiedene Varianten für eine Erneuerung auf. Der Gemeinderat liebäugelt mit einem Neubau.
Perrine Woodtli
Geht es nach dem Unteregger Gemeinderat, sollen der Pavillon und das Schulhaus einem Neubau weichen. (Bild: PD)

Geht es nach dem Unteregger Gemeinderat, sollen der Pavillon und das Schulhaus einem Neubau weichen. (Bild: PD)

Perrine Woodtli

redaktionot

@tagblatt.ch

Die Schulanlage in Untereggen ist in die Jahre gekommen. Das über 100 Jahre alte Primarschulhaus ist sanierungsbedürftig, genau wie der Schulpavillon und das Mehrzweckgebäude. Der Gemeinderat hat 2016 eine Liegenschaftsanalyse in Auftrag gegeben. Daraus haben sich drei Varianten herauskristallisiert. Eine sieht denn Abbruch des Schulhauses sowie des Pavillons vor. Am heutigen Standort soll ein Neubau für sieben Millionen Franken entstehen. Zudem soll das Mehrzweckgebäude saniert werden. Insgesamt würde das Projekt die Gemeinde rund 9,45 Millionen Franken kosten.

Für den Gemeinderat ist diese Variante die beste Lösung. «Die Schulanlage ist nicht mehr zeitgemäss. Mit einem Neubau wären wir flexibler. Schliesslich entwickelt sich die Schule laufend», sagt Gemeindepräsident Norbert Rüttimann. Nun werden die Bürger ins Boot geholt. «Es ist wichtig, dass die Bewohner sich einbringen. Der Gemeinderat ist offen für alles.» Rüttimann betont, dass noch nichts entschieden sei. «Bei allen Varianten handelt es sich bislang lediglich um Vorschläge.» Nur eines ist sicher: Die Schule bleibt eine Primarschule und die Schüler besuchen die Oberstufe weiterhin in St. Gallen oder Goldach.

Schulbetrieb in einem Gebäude

Eine weitere Variante ist, das Schulhaus, den Pavillon sowie die Mehrzweckhalle für rund 2,75 Millionen Franken zu sanieren. Die dritte Variante ist ein neues Schulhaus und ein Mehrzweckgebäude. Die bestehenden Gebäude, beziehungsweise das Land, würden dann verkauft. Diese Variante kostet 14 Millionen Franken. Diese könnte die Gemeinde gemäss Rüttimann stemmen. «Je nachdem muss aber mit einer Steuerfusserhöhung gerechnet werden», sagt der Gemeindepräsident. «Die Unteregger müssen entscheiden, was ihnen ihre Schule wert ist.»

Das Schulhaus stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts und wurde seither verschiedentlich umgebaut und teilsaniert. Der Zustand ist vor allem bezüglich Energie und Haustechnik nicht zufriedenstellend. Auch ist das Haus nicht behindertengerecht zugänglich. Der Pavillon, ein einfacher Containerbau, wurde 2004 wegen rasch gestiegener Schülerzahlen als provisorischer Erweiterungsbau erstellt und nicht für eine lange Lebensdauer ausgerüstet. Das Mehrzweckgebäude aus dem Jahr 1984 ist ebenfalls sanierungsbedürftig. Nebst Räumen für das Schulturnen, den Vereinsbetrieb und einer Dorfstube für gesellschaftliche sowie kirchliche Anlässe sind auch zwei Schulzimmer und die Schulleitung dort untergebracht. Es sei nicht optimal, dass der Schulbetrieb in drei verschiedenen Gebäuden geführt werde, sagt Rüttimann. «Mit einem Neubau könnte der Betrieb in ein einziges Gebäude verlegt werden.»

Dem stimmt auch Schulpräsidentin Petra Gächter-Pfändler zu. «Die Raumverteilung ist nicht ideal», sagt sie. «Derzeit kommen wir noch mit der Infrastruktur aus und wir haben genügend Platz. Wir müssen aber bereit sein für die Zukunft.» Gächter betont, dass der Pavillon nur als Provisorium gebaut wurde. «Irgendwann weist dieser grösseren Sanierungsbedarf auf. Falls der Pavillon wegfällt, werden wir zu wenig Räume haben. Deshalb braucht es jetzt eine Lösung.» Der Gemeinderat stellt den detaillierten Bericht und die Varianten diesen Montag an der Bürgerversammlung vor. «Danach kann die Meinungsbildung starten», sagt Rüttimann. Im Mai erhalten die Bürger dann einen Fragebogen zur Schule. Bei positiven Signalen aus der Bevölkerung soll die favorisierte Variante in den Investitionsplan aufgenommen werden. «Bis wir bezüglich der Erneuerung der Schulgebäude eine Vorentscheidung treffen können, dauert es sicher ein Jahr», sagt Rüttimann. «Das Ganze muss gut überlegt werden. Wir lassen uns Zeit. Es ist ja nicht so, dass die Schule bald zusammenfällt.»

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