Veränderliches Herbstwetter

Der September zeigte sich von vielen verschiedenen Seiten. Nasskaltes Wetter wechselte sich ab mit schönen warmen Spätsommerabschnitten. Von den Wetterwerten her ergab dies einen ziemlich normalen Monat.

Andreas Walker
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Zur Monatsmitte herrschte veränderliches Herbstwetter. Wolken zogen vorbei und sorgten für eine abwechslungsreiche Witterung.

Zur Monatsmitte herrschte veränderliches Herbstwetter. Wolken zogen vorbei und sorgten für eine abwechslungsreiche Witterung.

REGION. Der Monat startete kühl mit Regenschauern. Die kühle Luft über dem noch warmen Wasser führte dazu, dass am 1. September mehrere Wasserhosen über dem Bodensee entstanden. Doch schon am nächsten Tag zog sich die Bewölkung zurück und machte der Sonne Platz. Vom 4. bis 6. September erreichten die Temperaturen noch einmal hochsommerliche Werte von 26 bis 30 Grad.

Am 7. September erreichte eine Störung die Schweiz. Im Bodenseegebiet blieb es noch bis am 8. September trocken, die Temperaturen erreichten jedoch nur noch Werte um 20 Grad. In der Nacht zum 9. September erfolgten dann ergiebige Niederschläge.

Kühles Herbstwetter

Zwar zog die Störung am 9. September in Richtung Osten weg, doch die Temperaturen erreichten die bisherigen Werte nicht mehr. Mit Temperaturen von 15 bis 21 Grad war es bereits herbstlich geworden, und am 11. September verharrten die Temperaturen sogar unter 15 Grad. Es regnete immer wieder ein wenig und die Sonne machte sich rar. Vom 15. bis 19. September sorgte ein kräftiges Tief über der Nordsee für Regenwetter. In dieser Zeit erhielt das Bodenseegebiet 30 bis 60 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Am Alpennordhang waren es sogar bis zu 80 Liter pro Quadratmeter.

Schliesslich führten nordwestliche Höhenwinde kühle Polarluft in unser Land, so dass die Schneefallgrenze am 17. September vorübergehend auf 1100 bis 1500 Meter sank. Dabei erreichten die Tageshöchstwerte nur noch 12 bis 14 Grad.

Kurzer Altweibersommer

Ab dem 20. September sorgte endlich ein Hochdruckgebiet für sonniges und warmes Wetter und brachte den zu dieser Jahreszeit typischen Altweibersommer mit warmem und schönem Wetter. Die Temperaturen stiegen langsam an und erreichten am 22. September – pünktlich zum Herbstanfang – Werte von über 20 Grad. Mit dem schönen Herbstwetter herrschte in den Bergen eine phantastische Fernsicht, während die Niederungen teilweise bis zum Mittag unter einer Nebeldecke lagen. Die Nullgradgrenze stieg zeitweise auf über 4000 Meter.

Vom 26. September an wurde es langsam, aber sicher nach und nach trüber. Die letzten zwei Septembertage versanken in einem völligen Grau, das in den Niederungen aus Nebel und in der Höhe aus Wolken bestand. Zu diesem trüben Grau gesellte sich in den letzten zwei Tagen noch Nieselregen.

Warm und nass

Nach Angaben von MeteoSchweiz wurden im September verbreitet etwas überdurchschnittliche Temperaturen gegenüber der Normwertperiode 1981–2010 gemessen. Am Bodensee betrug die Septembertemperatur 14,5 Grad und lag damit 0,3 Grad über dem Durchschnitt. In vielen Gebieten fiel überdurchschnittlich viel Regen. Auch in der Bodenseeregion betrug das Septembermittel 143 Liter pro Quadratmeter und entsprach damit satten 164 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Der Monat September war im Mittelland sonniger als normal. In den zentralen und östlichen Alpen schien die Sonne örtlich jedoch weniger als im Mittel von 1981–2010.

Das Gebiet am Bodensee konnte insgesamt 146 Sonnenstunden verzeichnen. Das entspricht 94 Prozent des langjährigen Mittels.

Pünktlich zum Herbstanfang zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite. Ein kurzer Altweibersommer sorgte für angenehme Temperaturen. (Bilder: Andreas Walker)

Pünktlich zum Herbstanfang zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite. Ein kurzer Altweibersommer sorgte für angenehme Temperaturen. (Bilder: Andreas Walker)

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