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Velos versuchsweise auf die Busspur?

ST.GALLEN. In der Debatte um die Öffnung von Busspuren für Velos machen zwei Stadtparlamentarier Druck. Sie fordern eine dreijährige Testphase, in der Velos auf allen Busspuren erlaubt sein sollen.

Lange hat die Stadt die Velofahrer vertröstet: Man prüfe «pragmatisch», ob gewisse Busspuren für Velos geöffnet werden könnten, hiess es 2008 in einer Antwort auf einen Vorstoss. Seither hat sich wenig verändert: Mit Ausnahme eines kleinen Abschnitts auf der Kornhausstrasse ist Velofahren auf Busspuren verboten.

Andere Städte als Vorbild

Der Druck der städtischen Velofahrer, die eine Lockerung des Verbots verlangen, hat seither zugenommen. Ein Pro-Velo-Mitglied hat zudem in einer Umfrage eruiert, dass in einem Grossteil der Schweizer Städte Velofahren auf Busspuren erlaubt ist (Tagblatt vom 18. August).

Die Stadtparlamentarier Thomas Schwager (Grüne) und Stefan Rosenblum (CVP), die bereits vor gut vier Jahren einen Vorstoss zum Thema eingereicht hatten, nehmen die Forderungen nun ein weiteres Mal auf – unter anderem, da sich trotz Absichtserklärungen der Stadt seit 2008 nichts Konkretes getan habe. In einer Motion beauftragen sie den Stadtrat, in einer dreijährigen Testphase alle Busspuren für Velos freizugeben. Das Verbot entspreche nämlich weder der Zielsetzung des Reglements für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung noch den «diversen Absichtserklärungen des Stadtrats zur Veloförderung».

Spur bei Spital dauerhaft öffnen

Ein Busspur-Abschnitt soll zudem dauerhaft freigegeben werden, fordern Schwager und Rosenblum: die Busspur auf der Rorschacher Strasse beim Kantonsspital Richtung St. Fiden. In der Steigung würden Velofahrer «ins Sandwich» zwischen Bus- und Autoverkehr geraten. Zudem könnten Busse rechts kaum überholen. «Hier wären Velofahrer innerhalb der Busspur nicht nur sicherer, sondern würden so auch Überholmanöver ermöglichen», heisst es in der Vorlage.

Widerstand gegen eine generelle Öffnung der Busspuren kündigt sich bereits jetzt seitens der VBSG an. Er sei gegen eine «undifferenzierte, generelle Öffnung», sagt VBSG-Unternehmensleiter Ralf Eigenmann. An engen oder steilen Stellen gefährde man Velofahrer, was man unbedingt verhindern wolle. Über die Mitbenutzung gewisser Spurabschnitte könne man aber durchaus reden.

Auch im Parlament dürfte das Anliegen umstritten sein. Ein Indiz dafür ist, dass nur knapp die Hälfte der 63 Parlamentarier die Motion unterschrieben haben. FDP- und SVP-Mitglieder verzichteten fast geschlossen darauf. (rst)

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