Velos bringen den Einkauf nach Hause

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Kurierdienst Die letzte Meile gibt dem städtischen Detailhandel zu denken. Gemeint sind die letzten Meter, die eine gekaufte Ware bis zum Kunden zurücklegt. Entweder führt die letzte Meile vom Laden in der Fussgängerzone bis zum parkierten Auto des Kunden oder aber vom Laden bis nach Hause. Diese letzte Meile soll für den Kunden kürzer werden, findet eine Arbeitsgruppe des Projekts «Zukunft St. Galler Innenstadt». Ein eigenes Teilprojekt widmet sich der Frage, wie man die in der Innenstadt gekaufte Ware schneller zum Kunden bringen kann, so dass sich dieser nicht mehr selber um den Transport kümmern muss.

Die Lösung heisst Velokurier. Auf zwei Rädern sollen die Waren den Weg zum Kunden finden. Der Arbeitsgruppe schwebt eine App-basiertes Lieferlösung vor, die mit einem QR-Code funktioniert. Für 15 Franken soll sich der Kunde zwei maximal 20 Kilo schwere Einkaufstaschen nach Hause liefern lassen können. Schwerere Waren würden gegen Aufpreis transportiert.

Mehr als fünf Franken zahlen die Kunden nicht

So detailliert diese Angaben scheinen: Viele Details des neuen Kurierdienstes sind noch offen. Insbesondere die Finanzierung der 15 Franken Liefergebühr. Denn es scheint klar, dass man sie nicht vollständig an den Kunden überwälzen kann. Erfahrungen würden zeigen, dass der Kunde bereit sei, für eine solche Heimlieferung höchstens fünf Franken zu bezahlen, hiess es am Forum vom Mittwochabend (siehe Haupttext). Offen sei auch, wie viele Detailhändler sich beteiligen würden. Als Projektpartner sind die Stiftung Förderraum und die Velokurierfirma Die Fliege beteiligt. Das Büro für Mobilität Bern entwickelt derzeit die zugehörige App. Bis Januar 2019 soll sie fertig sein. Zwischen Februar und Mai 2019 soll der neue Lieferdienst in Betrieb gehen. Dann sollen die ersten Velokuriere die letzte Meile bis zum Kunden zurücklegen. (rbe)