VELOBÖRSEN: «Die besten Velos sind am schnellsten weg»

Wer ein neues Velo braucht oder ein altes verkaufen will, dem bietet sich bald eine Gelegenheit. In St. Gallen und Umgebung finden in nächster Zeit mehrere Veloflohmärkte statt.

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Wenn der Schnee geschmolzen ist und die Temperaturen in die Höhe klettern, beginnt die Velosaison. Aber was tun, wenn das eigene Fahrrad nicht mehr fahrtüchtig ist? Oder, wenn man gar keines mehr hat? Es gibt Alternativen zum Neukauf. Pro Velo Schweiz, der Interessenverband der Velofahrer, gibt jedes Jahr mit einem Veranstaltungskalender Auskunft über die bevorstehenden Veloflohmärkte. Diese werden von März bis September landesweit veranstaltet, um für gebrauchte Fahrräder Abnehmer zu finden. Auch in St. Gallen und Umgebung finden einige Velobörsen statt.

Ein gutes Gefühl steht an erster Stelle

Die nächste Möglichkeit für St. Galler, in der näheren Umgebung einen Veloflohmarkt zu besuchen, bietet sich morgen Freitag von 8 bis 16 Uhr am Bahnhof in Bühler. Die grösste Velobörse findet dann drei Wochen später beim Waaghaus in St. Gallen statt. Sie wird von der Sektion St. Gallen-Appenzell des Verkehrsclubs (VCS) organisiert und lockt jedes Jahr viele Besucherinnen und Besucher an.

Michael Städler vom Regionalverband Pro Velo St. Gallen-Appenzell rät, den Börsen so früh wie möglich einen Besuch abzustatten. Die besten Fahrräder würden nämlich auch am schnellsten verkauft werden. Dabei sei ein gutes Fahrrad nicht am Alter und am Aussehen zu erkennen. Wie es auf der Homepage von Pro Velo heisst, ist die Qualität der beweglichen Teile wie Lenker, Räder oder Pedalen entscheidend. Ein altes, qualitativ solides Fahrrad habe eine längere Lebensdauer als ein günstiges Neuvelo. «Bei der Auswahl sollte man nicht nur auf den Preis achten. Am wichtigsten ist, dass man sich auf dem Velo wohlfühlt», sagt Städler. Zu diesem Zweck können die Fahrräder an den Velobörsen angeschaut und ausprobiert werden. Die freiwilligen Helfer beraten Besucher und kontrollieren auf Wunsch die Fahrtüchtigkeit der Velos. Ruedi Blumer, Co-Präsident des VCS St. Gallen-Appenzell, kennt weitere Vorteile von gebrauchten Fahrrädern: «Occasionen sind gerade für Familien mit Kindern eine praktische, günstige Lösung. Auch ist die Chance kleiner, dass ältere, gebrauchte Fahrräder gestohlen werden.»

Das Angebot reicht von Kindervelos über E-Bikes und Mountainbikes bis zum Tandem. Es wird ausserdem Zubehör angeboten, wie Velohelme, Reparaturanleitungen oder Velowesten. Ausserdem besteht die Möglichkeit, Fahrräder zu verkaufen. Diese müssen im Vorfeld bei der Annahmestelle abgegeben werden. Der Verkäufer bestimmt den Preis, die Velobörsen stellen den Platz zu Verfügung. Am 28. April stehen zwei weitere Velobörsen in der Nähe von St. Gallen auf der Agenda. Die eine findet in Flawil von 10 bis 12 Uhr beim Schulhaus Grund statt, die andere von 8 bis 12 Uhr beim Rathaus in Wil. (zwm)

www.pro-velo.ch