VBSG kaufen Neuwagen statt Occasions-Bus

Die VBSG-Flotte soll durch einen neuen MAN-Niederflur-Gelenkautobus erweitert werden. Der Stadtrat unterbreitet dem Stadtparlament an seiner heutigen Sitzung einen Kredit von knapp 740 000 Franken.

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Die Fahrleistung der hiesigen Verkehrsbetriebe (VBSG) sei in den vergangenen Jahren «deutlich» angestiegen, schreibt der Stadtrat in seiner Vorlage. Erwähnt werden nebst verschiedenen Fahr-planerweiterungen und -verdichtungen die Verlängerung der Linie 2 und Ergänzung mit der Linie 8, zusätzliche Fahrleistungen auf der Linie 151 sowie separate Fahrten für die Fussballspiele.

Keine Busse mehr verfügbar

Dies habe dazu geführt, dass die Lage «bei der Fahrzeugreserve sehr angespannt» sei. Wie der Stadtrat ausführt, mussten in letzter Zeit kurzfristige Anfragen für Bahnersatzleistungen abschlägig beantwortet werden, weil schlicht keine Fahrzeuge verfügbar waren. Kurzum: Die VBSG-Flotte soll um ein Fahrzeug der Marke MAN (Typ A23) erweitert werden. Kostenpunkt: 739 800 Franken.

Nur 40 000 Franken mehr

Ursprünglich geplant gewesen war der Kauf eines Gebrauchtwagens. Die MAN Nutzfahrzeuge (Schweiz) AG hatte der Stadt St. Gallen unlängst einen Gelenkautobus von der Stadtbus Chur AG zum Preis von rund 700 000 Franken offeriert. Die Bündner hatten ihn nicht mehr gebraucht.

Das Angebot hat sich in der Zwischenzeit aber «zerschlagen», wie es in der Parlamentsbotschaft weiter heisst. Stattdessen konnte das fragliche Unternehmen – dies vor allem aufgrund des zurzeit tiefen Euro-Wechselkurses – eine «sehr attraktive» Neuwagenofferte vorlegen. Unter dem Strich kostet das neue Fahrzeug gerade einmal 40 000 Franken mehr als der Churer Occasions-Bus (an.)