VBK will die Gemeindefusion

Die Vorberatende Kommission spricht sich einstimmig für die Fusion von Gossau und Andwil aus. Die Vorlage kommt am 3. November ins Parlament.

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Die vorberatende Kommission ist nicht glücklich mit der aktuellen Organisation der Schulgemeinde Andwil-Arnegg. (Archivbild: Benjamin Manser)

Die vorberatende Kommission ist nicht glücklich mit der aktuellen Organisation der Schulgemeinde Andwil-Arnegg. (Archivbild: Benjamin Manser)

GOSSAU. Am bisher einzigen Podium zur Fusionsabstimmung über die Gemeindefusion hatte sich der Gossauer Stadtrat Urs Blaser ein starkes Zeichen gewünscht: ein deutliches Ja der Vorberatenden Kommission (VBK) zur Fusion von Gossau, Andwil und der Schulgemeinde Andwil Arnegg. Diese Hoffnung ging gestern in Erfüllung, wie eine Medienmitteilung zeigt: Die VBK empfiehlt dem Stadtparlament einstimmig, am 3. November den Vereinigungsbeschluss zu unterstützen.

Grösse der Behörden fraglich

Die VBK könne die Überlegungen des Stadtrats zu diesem «zukunftsgerichteten Projekt» nachvollziehen, heisst es weiter. Diskussionen ausgelöst habe aber der Entwurf der vorläufigen Gemeindeordnung. Hier stellten sich insbesondere Fragen zur künftigen Grösse von Stadtparlament und Stadtrat. Über die Gemeindeordnung werden die Stimmbürger, falls nötig, allerdings erst nach der Fusionsabstimmung im kommenden Februar entscheiden.

Für ein Ja zur Fusion spricht aus Sicht der VBK vor allem eine «beachtliche Effizienzsteigerung» in der neuen Gemeinde. Zusammen mit der Inkorporation der Schulgemeinde Andwil-Arnegg könne der Aufwand für Behörden und Verwaltung im Lebensraum Andwil-Arnegg-Gossau jährlich um 790 000 Franken gesenkt werden.

Vereinfachung bei Schule

Die VBK betrachte die heutige Gemeindestruktur für den Gossauer Gemeindeteil Arnegg als nicht optimal. In Arnegg ist die Stadt Gossau nicht zuständig für die Beschulung der eigenen Jugend. Diese Aufgabe nimmt die Schulgemeinde Andwil-Arnegg wahr. Bei Erstellung oder Erneuerung von Schulbauten seien die Entscheidungswege umständlich, zeitaufwendig und verursachten grossen Abklärungsaufwand. Eigentümerin der Anlagen ist die Schulgemeinde, finanziert werden diese aber von den Politischen Gemeinden Andwil und Gossau. Der hohe, durch die vielen Schnittstellen verursachte Aufwand würde bei einer Vereinigung wegfallen, schreibt die VBK.

Die Kommission ist zudem der Meinung, dass mit einer Fusion nicht länger zugewartet werden soll. Denn ob der Kanton Gemeindefusionen auch künftig noch im gleichen Masse unterstütze, sei fraglich. (pd/jw)