Vadianplatz wird nun doch nicht autofrei

Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres hat das Parlament gestern über den Vadianplatz zwischen den Gebäuden des Neumarkts debattiert. Das Projekt, das einen autofreien Platz vorsah, war 2011 zurückgewiesen worden.

Drucken

Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres hat das Parlament gestern über den Vadianplatz zwischen den Gebäuden des Neumarkts debattiert. Das Projekt, das einen autofreien Platz vorsah, war 2011 zurückgewiesen worden. Bürgerliche hatten verlangt, dass die Zufahrt zur Neumarktparkgarage auch von Westen her möglich bleiben müsse. Das entsprechend überarbeitete Projekt wurde nun gestern vom Parlament angenommen.

Änderungsantrag von links

Martin Boesch plädierte im Namen der SP/Juso/PFG-Fraktion noch einmal für die frühere Variante und reichte einen Änderungsantrag ein. Mit dem neuen Projekt widersetze man sich dem vom Volk angenommenen Verkehrsreglement, nach dem explizit Langsamverkehr gefördert werden solle. Der Platz sei mit der Westzufahrt nur noch beschränkt nutzbar. Auch die Fraktion der Grünen, Grünliberalen und Jungen Grünen stellte sich gegen die neue Vorlage. Aufgrund des Verkehrsreglements stehe dem Autoverkehr ganz einfach nicht mehr Platz zu, sagte Fraktionssprecher Thomas Schwager.

Neues Projekt mit «Platz für alle»

Die FDP könne die Forderung nach dem alten Projekt nicht verstehen, antwortete Roger Dornier für seine Fraktion. Die überarbeitete Version sei ein guter Kompromiss, lasse Platz für alle Verkehrsteilnehmer, zudem seien neu mehr Sitzbänke und Veloabstellplätze geplant.

Michael Hugentobler (CVP) verwies darauf, dass der Fussgängerfluss zwischen den Neumarktgebäuden mit der Ostzufahrt ohnehin schon durchbrochen werde, eine Westzufahrt darum diesbezüglich kein grosser Einschnitt sei. FDP, SVP sowie die CVP/EVP-Fraktion stimmten geschlossen gegen den Änderungsantrag, die neue Vorlage wurde angenommen. (rst)