UZWIL: Tollwutverdacht erhärtet sich nicht

Kurz vor Pfingsten ist in einem Wald bei Uzwil eine aus Tunesien stammende Hündin gefunden worden. Sie zeigte Symptome, die bei Tollwut vorkommen. Weitere Tests haben den Tollwutverdacht aber nicht bestätigt.

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Der in Uzwil gefundene Yorkshire Terrier musste eingeschläfert werden. (Bild: Keystone)

Der in Uzwil gefundene Yorkshire Terrier musste eingeschläfert werden. (Bild: Keystone)

UZWIL. Der drei bis vier Monate alte Yorkshire Terrier wurde bei der Waldhütte Gartenmoos gefunden. Aufgrund der Angaben auf dem Chip stammte die Hündin aus Tunesien. Wegen des schlechten Gesundheitszustandes wurde das Tier eingeschläfert. Weil es obendrein Symptome zeigte, die bei Tollwut vorkommen, wurde es nach Bern zu weiteren Untersuchungen geschickt. Eine solche Abklärung kann nicht am lebenden Tier gemacht werden.

Aus Bern kam nun die Meldung, dass sich der Tollwutverdacht nicht bestätigt hat. Das St.Galler Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen vermutet, dass die Hündin von jemandem aus Tunesien mitgebracht und im Wald ausgesetzt worden ist. Es ist aber auch möglich, dass sie mit anderen Welpen in die Schweiz eingeführt worden ist und hier verkauft werden sollte. Auch wenn das aufgefundene Tier keine Tollwut hatte, muss das nicht für andere Hunde gelten.

In Tunesien, wie in vielen andere Ländern Afrikas, auf dem Balkan und in Asien kommt Tollwut bei Hunden und Katzen sehr häufig vor. Wöchentlich sterben dort Menschen, die Kontakt zu infizierten Tieren hatten oder von diesen gebissen wurden. Das Veterinäramt ruft deshalb die Öffentlichkeit dazu auf, allfällige Beobachtungen und Hinweise über die Herkunft der in Uzwil gefundenen Hündin zu melden. Sind jemandem Welpen aus Afrika angeboten worden oder hat jemand solche bei sich aufgenommen? Hinweise werden unter Telefon 058-229-28-70 oder unter info.avsv@sg.ch entgegen genommen. (pd/red.)