«Uu-verchlemmt» zeigt eine verhängnisvolle Nacht

BERNHARDZELL. «Du stinkst wie eine Schnapsbrennerei.» Mit diesen Worten weckt Frida Sieger ihren Mann Toni, der nach einer durchzechten Nacht auf dem Sofa erwacht und sich an nichts mehr erinnern kann.
Sieger (Linus Rusch) bedroht von Gauner Brutelli (Franco Pierri). (Bild: Stefan Feuerstein)

Sieger (Linus Rusch) bedroht von Gauner Brutelli (Franco Pierri). (Bild: Stefan Feuerstein)

BERNHARDZELL. «Du stinkst wie eine Schnapsbrennerei.» Mit diesen Worten weckt Frida Sieger ihren Mann Toni, der nach einer durchzechten Nacht auf dem Sofa erwacht und sich an nichts mehr erinnern kann. Kaum dreht sie sich weg, kriecht sein ebenfalls verkaterter Freund Emil Pfund unter dem Sofa hervor und erzählt dem Politiker ein skandalöses Erlebnis nach dem anderen. Und dies drei Wochen vor den Kantonsratswahlen.

Mit 3,1 Promille erwischt

So erfährt Sieger etwa von einer Verkehrskontrolle, bei der er mit 3,1 Promille erwischt wurde, von Schulden, welche die Gemeinde dank ihm nun beim Erotiktempel hat und auch von der fatalen Begegnung mit Olga La Bouche, welche dort beschäftigt ist. Spätestens als dann auch noch die Dorf-Klatschtante Silvia Huber und die neugierige Journalistin Martina Baumann vor der Türe stehen, ist der Skandal perfekt. Oder schafft es Sieger doch noch in den Kantonsrat?

Das Publikum geniesst das Stück «E verhängnisvolli Nacht» der Theatergruppe «Uu-verchlemmt» sichtlich. Kaum betreten die Schauspieler am Samstag die Bühne, entlockten sie den rund 180 Zuschauern schon die ersten Lacher. «Unser Ziel ist es, den Gästen einen unterhaltsamen Abend zu bieten, bei dem sie sich zurücklehnen und lachen können», erklärt Vereinspräsident Aurelio Zaccari.

25 Jahre Theatergruppe

Nach mehrmonatigen Vorbereitungen unter der Regie von Regula Sigg geriet der Schwank auch deswegen zum Erfolg, weil der Verein gleichzeitig sein 25-Jahr-Jubiläum feiert und dabei auch seine ersten Ehrenmitglieder ernannte. Ruth Imfeld und Paul Beerli engagieren sich seit der Gründung. Auch Präsident Zaccari freut sich über das langjährige Bestehen: «Die Auftritte sind immer wieder unterhaltsam, da das Publikum und die Auftretenden sich kennen. Das macht jede Aufführung zu etwas Speziellem.» Umso schöner sei es, eine solche Gruppe in einem kleinen Dorf so lange aufrecht halten zu können. (sfe)

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