Urchig und rassig zugleich gefeiert

Die Trachtengruppe Rorschacherberg feiert das vierzigjährige Bestehen mit Gesang, Tanz und Theater. Gastgruppen bereichern das Fest, und Gemeindepräsident Beat Hirs würdigt die hohe kulturelle Bedeutung des jubilierenden Vereins.

Peter Beerli
Drucken
Teilen
Tanz, Theater und Gesang: Die Trachtengruppe Rorschacherberg begeisterte ihr Publikum am Samstagabend in der Mehrzweckhalle. (Bild: Corina Tobler)

Tanz, Theater und Gesang: Die Trachtengruppe Rorschacherberg begeisterte ihr Publikum am Samstagabend in der Mehrzweckhalle. (Bild: Corina Tobler)

RORSCHACHERBERG. Die vielen Menschen, die am Samstagabend in der Mehrzweckhalle durch die Landjugend bedient werden, fühlen sich wie auf einer Alp. Sie lauschen den heimischen Tönen, welche von irgendwo her aus der Höhe erklingen. Peter Hochreuteners «Greenhorns», die Nachwuchs-Alphornbläser der Region, sorgen für den ersten sympathischen Eindruck des Abends. Nach dem festlichen Einmarsch aller Beteiligten mit Fahne und Kerzen tanzt ein Dutzend Mädchen und Buben wie der Wind über die Bühne und lädt mit gelungenen Rhythmen zum Geburtstagsfest ein. Eigenes Talent und Doris Mäders Anweisungen sind dafür verantwortlich, dass die Kinder so gut tanzen. Später wird man beim stimmungsvollen Reigen um das Lobsige-Seeli und beim rassigen Häxewasser-Marsch feststellen, dass die erwachsenen Tänzerinnen und Tänzer gute Vorbilder sind. Maja Hager leitet sie dazu an. Dazwischen lässt der Chor das Spinnlied erklingen und Marty Strässle dreht das Rad dazu.

Götti und Präsidentinnen

Der nächste Gesang gälte der Tante Gotte. Doch sie konnte am Fest nicht dabei sein. Dafür wird Fahnengötti Martin Lehner auf die Bühne gerufen, der dem Verein seit Beginn mit Rat und Tat zur Seite steht. Gregor Lehner, der als geistreicher Conférencier durch den Abend führt, ehrt die aktuell wirkende Präsidentin Marty Strässle. Sie gibt die Worte an Vorgängerin Esther Hörler, nennt Vorvorgänger Hans Jakob Tobler, mit welchem auch nationale Anlässe besucht wurden.

Ohne sie gäbe es uns nicht

Dann würdigt sie Lotti Dornbierer. «Ohne sie, welche die Initiative zur Gründung der Gruppe ergriff und realisierte und ihr sechzehn Jahre lang mit Feuer und Flamme vorstand, gäbe es unsere Trachtengruppe nicht», zeigt sie sich überzeugt. Weiter erinnert die Präsidentin: «Neunzehn Jahre lang durften wir für unsere Grossanlässe die Dornbierer-Halle benutzen.»

Gemeindepräsident Beat Hirs erwähnt die hohe Bedeutung der Kulturpflege durch die Trachtengruppe. Der Musikverein Rorschacherberg gestaltet den zweiten Teil des Programms mit. Er gibt unter dem neuen Dirigenten Joe Cahenzli ein buntes Konzert und begleitet die Kinder zum nächsten Auftritt. Diese bringen nun im Freizeitlook frech und völlig unbeschwert ihr Können zum Ausdruck. Dann findet sich alt und jung zum gemeinsamen Tanzvergnügen.

Geschenk der Musikanten

Renato Locher, der Präsident des Musikvereins, übergibt den Trachtenleuten den symbolischen Fünfliber 1974. «Wir finanzieren euch den Theaterteil des Unterhaltungsabends 2015», verspricht er. Eveline Sohm leitet Sängerinnen und Sänger zum «Kameraden» an. Manche Augen werden feucht, als Marty Strässler alle jene nennt, welche 1974 dabei waren, und auch an die vielen seither verstorbenen erinnert. Doch einige der Gründungsmitglieder sind noch aktiv dabei. Ein paar andere lassen sich aus dem Saal auf die Bühne rufen.

Singspiel und Tanz

Im dritten Teil des bis gegen Mitternacht dauernden Programms bringen die Theaterleute der Trachtengruppe Josef Bruns Singspiel «Am runde Tisch» zur Aufführung. Anita Zünd und Walti Muheim haben es mit ihnen einstudiert. Dann kommt für alle die Gelegenheit, zu den Klängen der «Waldhöckler» zu tanzen oder in der Cafébar zu plaudern.

Aktuelle Nachrichten