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UNZUFRIEDEN: Naturschützer kritisieren die St.Galler Stadtpolitik

Der Naturschutzverein Stadt St.Gallen und Umgebung (NVS) ist verärgert über das schleppende Vorgehen bei der Bachoffenlegung im Tal der Demut. Künftig will er zudem den Stadtpark noch besser schützen. Ausnahmen wie das Theaterprovisorium sollen nicht mehr möglich sein.
David Gadze
Das Projekt für die Bachoffenlegung im Tal der Demut verzögert sich. Der Bach im Vordergrund beim Sportplatz der Gewerbeschule soll in Richtung St.Georgen (Hintergrund) geöffnet werden. (Bild: Ralph Ribi)

Das Projekt für die Bachoffenlegung im Tal der Demut verzögert sich. Der Bach im Vordergrund beim Sportplatz der Gewerbeschule soll in Richtung St.Georgen (Hintergrund) geöffnet werden. (Bild: Ralph Ribi)

Der städtische Naturschutzverein blickt auf ein gutes Jahr 2017 zurück. Die Mitgliederzahl ist stabil, die Finanzen sind gesund. Dennoch geizte Präsident Robert Schmid an der Hauptversammlung vom Wochenende vor über 70 Mitgliedern nicht mit Kritik: Im Jahresbericht tadelte er den Stadtrat für die mangelnde Entscheidungsfreude, etwa bezüglich der Bachoffenlegung im Tal der Demut.

Schmid sprach in diesem Zusammenhang von einem «grossen Ärgernis». Der NVS habe sich ein Jahr lang nicht verlauten lassen, damit die Stadt in Ruhe habe arbeiten könne. Passiert sei in dieser Zeit jedoch nichts, obwohl der Naturschutz für das Projekt eine Anschubfinanzierung von 20'000 Franken geleistet habe.

Keine Provisorien mehr dank neuer Bäume

In seiner Rede kam Schmid auch auf das Theaterprovisorium im Stadtpark zu sprechen. Der NVS habe Hand geboten für eine Lösung. Im Gegenzug erwarte er einen verstärkten Schutz der Grünflächen im Stadtpark, ähnlich jenem für das Naturschutzgebiet Breitfeld, betonte Schmid. Die freie Fläche zwischen dem Kunstmuseum und dem Historischen und Völkerkundemuseum, auf der das Provisorium aufgebaut wird, soll nach Wunsch des Naturschutzvereins bepflanzt werden – «und zwar mit Bauminseln, also nicht nur mit Beeten, sondern mit richtigen Bäumen». Dadurch sollen grössere Nutzungen dieser Fläche künftig nicht mehr möglich sein. Kantonsbaumeister Werner Binotto habe zugesichert, es sei Geld vorhanden, um den Platz nach dem Ende des Provisoriums entsprechend umzugestalten.

Der statutarische Teil der Hauptversammlung war schnell abgehandelt. Die Jahresrechnung mit einem Gewinn von 465 Franken wurde einstimmig angenommen. Ebenso wurde beschlossen, den Mitgliederbeitrag bei zehn Franken zu belassen. «Unsere politische Kraft schöpfen wir nicht aus dem Geld, sondern aus der Zahl der Mitglieder», sagte Präsident Robert Schmid. Diese zu bewahren sei für den Naturschutzverein deshalb entscheidend. Die Mitgliederzahl nahm 2017 denn auch um vier Personen auf 3007 zu. Einen Wechsel gab es im Vorstand. Für Kassier Sascha Muzzarini wurde Roland Brunner gewählt.

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