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Unterricht im Mehrzwecksaal

Berg SG startet einen weiteren Anlauf zur Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Brühl. Die Bürger wurden eingeladen, sich vom Schulhaus und seinem Zustand ein Bild zu machen.
Sebastian Schneider
Schulratspräsidentin Anneliese Leitner sowie Viktor Brandes und Christian Würth von der Baukommission im umgenutzten Mehrzwecksaal des Schulhauses Brühl in Berg SG. (Bild: Sebastian Schneider)

Schulratspräsidentin Anneliese Leitner sowie Viktor Brandes und Christian Würth von der Baukommission im umgenutzten Mehrzwecksaal des Schulhauses Brühl in Berg SG. (Bild: Sebastian Schneider)

BERG SG. Der Mehrzwecksaal hat im Primarschulhaus Brühl in Berg eine neue Bedeutung erlangt. Der Raum wird nämlich nicht für Versammlungen und Vereine genutzt, sondern dient, unterteilt in zwei Zimmer, dem Unterricht. In einem Teil stehen Schlagzeug und Klavier für den Unterricht der Musikschule Wittenbach. Im anderen Zimmer gehen Erstklässler ein und aus, sie werden hier unterrichtet. Von Zweckentfremdung darf dabei wohl nicht die Rede sein, dennoch tut die Umnutzung des Mehrzwecksaals dem kleinen Dorf Berg nicht gut. Lehrer und Schüler müssen äusserst flexibel sein, und die Vereine sind eingeschränkt.

Noch keine Lösung gefunden

«Die Belastungsgrenze ist erreicht.» Diesen Satz haben die Berger Stimmbürger immer wieder vernommen. Am meisten hörten sie ihn wohl von der Schulratspräsidentin Anneliese Leitner. Immer wieder betonte sie, wie knapp der Platz in der Schule geworden ist. Doch die Warnung half nicht. Ende 2014 lehnte eine Mehrheit der Stimmberechtigten das Projekt ab, das die Erneuerung und Erweiterung des Schulhauses vorsah (siehe Kasten). Eine Nachbefragung zeigte, dass das Projekt an den Kosten und an der Kommunikation gescheitert war. Nächstes Jahr steht wieder eine Urnenabstimmung bevor. Um ein weiteres Scheitern zu verhindern, wollen die Behörden offener kommunizieren und laden die Bevölkerung ein, von Anfang an mitzureden. Dafür lädt die Baukommission am 25. Juni zu einer Infoveranstaltung. Und im Vorfeld dazu wurden am Wochenende Rundgänge durchs Schulhaus durchgeführt. «Damit sich jeder ein Bild machen kann», sagte Anneliese Leitner. Am Freitagabend nutzten allerdings nur Vereinzelte diese Gelegenheit.

Keine freien Nischen mehr

Ein fixfertiges Projekt werde am Infoabend nicht vorgestellt, sagte Baukommissionspräsident Christian Würth. Vielmehr gehe es nun darum, alle Möglichkeiten zu prüfen und vorzustellen. Was aber nicht in Frage komme, sei ein kompletter Neubau. «Das können wir uns nicht leisten.» Zudem sei die Bausubstanz des Schulhauses, das 1977 bezogen worden war, sehr solide, sagte Christian Würth, der den Rundgang zusammen mit Anneliese Leitner und Kommissionskollege Viktor Brandes durchführte.

«Zum Glück hat man seinerzeit grosszügig gebaut», sagte Viktor Brandes. Nur so habe man bislang auf einen Ausbau oder ein Provisorium verzichten können. Und so bleibt es momentan noch bei der Platznot: Die Bibliothek wurde zum Zimmer für integrative Schule, die Bücher können im Gang im Erdgeschoss angeschaut werden. Im Obergeschoss gab man ebenfalls einen Teil des Ganges auf, um ein Büro einzurichten für die Schulleitung und das Schulsekretariat.

Steigende Schülerzahlen

Die Schulplanung ist in einem kleinen Dorf wie Berg eine ständige Herausforderung. «Wir müssen immerzu schauen, wie viele Kinder es von welchem Jahrgang hat», sagte Leitner. Noch unberechenbarer wird die Situation in nächster Zeit sein. Im Mattenhof-Quartier starten schon bald die Arbeiten für eine neue Überbauung. Auf der Dorfwiese sind nochmals mehrere Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser geplant, die ebenfalls Familien anlocken werden. Mit wie vielen Kindern rechnet man? «Etwa mit 100», sagte Leitner. Das Schulhaus sei eigentlich für 70 Schüler konzipiert, unterrichtet würden heute aber etwa 80.

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