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UNTEREGGEN: Mehr Sicherheit dank besserer Sicht

Die Gemeinde Untereggen wollte eine Temporeduktion auf der Goldacherstrasse prüfen lassen. Die Idee wurde verworfen, dafür wurde die Sicht in einer Kurve verbessert.
Auf der Untereggerstrasse gilt auch in Zukunft Tempo 80. Bei der Kurve erinnern Blumen an den tödlichen Unfall von 2017. (Bild: Rudolf Hirtl)

Auf der Untereggerstrasse gilt auch in Zukunft Tempo 80. Bei der Kurve erinnern Blumen an den tödlichen Unfall von 2017. (Bild: Rudolf Hirtl)

Vier Unfälle haben sich in den vergangenen zwei Jahren auf der Goldacherstrasse in Untereggen sowie auf der Fortsetzung als Untereggerstrasse in Goldach ereignet. Den meisten Leuten dürfte vor allem der tödliche Verkehrsunfall im August 2017 im Gedächtnis geblieben sein. Damals kollidierte ein 17-jähriger Motorradfahrer in der Kurve vor der Autobahnunterführung mit einem Lieferwagen. Der Jugendliche kam dabei ums Leben.

Ungewiss, ob Massnahme etwas bringen würde

Die Unfälle veranlassten die Gemeinde Untereggen, eine Temporeduktion von 80 auf 60 Stundenkilometer prüfen zu wollen – in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Goldach und der Kantonspolizei St. Gallen. Für eine Temporeduktion auf einer Ausserortsstrasse verlangt der Kanton eine Road Safety Inspection (RSI). Eine solche soll Gefahrenstellen auf dem bestehenden Strassennetz identifizieren. Für das Gutachten holte sich die Gemeinde Untereggen eine Offerte ein, wie Gemeinderatsschreiber Norbert Näf sagt. Kostenpunkt: 8500 Franken. «Der Gemeinderat hat sich dann in Absprache mit der Gemeinde Goldach dazu entschieden, auf die Prüfung zu verzichten», sagt Näf. «Auch nach einer Inspektion gibt es keine Garantie, dass der Kanton eine Temporeduktion bewilligt», begründet er. Und auch wenn eine Bewilligung erteilt werde, sei ungewiss, ob die Massnahme wirklich etwas bringen würde. Näf: «Wir haben die Thematik ernst genommen. Doch die Gemeinde will nicht so viel Geld ausgeben, ohne zu wissen, ob es etwas bringt.»

Auf Unteregger Boden bleibt also alles beim Alten. Die grösste Problematik bestehe ohnehin bei der Kurve vor der Autobahnunterführung, wo sich auch der tödliche Unfall ereignet hatte, sagt Näf. Und diese Strecke befindet sich in Goldach. Um die Sicherheit am besagten Streckenabschnitt zu verbessern, traf sich Ralph Gerschwiler, Gemeindeingenieur der Gemeinde Goldach, vor ein paar Monaten mit dem Pächter, dessen Maisfeld an die Strasse grenzte. «Der Abstand vom Maisfeld zur Strasse betrug damals bereits die vorgeschriebenen fünf Meter», sagt Gerschwiler. «Wir dachten aber, dass die Übersicht in der Kurve noch besser sein könnte.» Der Pächter vergrösserte den Abstand daraufhin auf rund zehn Meter.

Bessere Sicht hat nicht nur Vorteile

Inzwischen ist das Maisfeld schon länger wieder weg. Gerschwiler geht davon aus, dass beim nächsten Mal, wenn etwas angepflanzt wird, der Abstand beibehalten wird. Er ist überzeugt, dass mit der neuen Übersicht die Sicherheit auf der Untereggerstrasse verbessert wurde. «Die grosszügigere Sicht hat aber auch ihre Tücken», sagt Gerschwiler. «Erfahrungsgemäss fahren die Leute schneller, je besser und sicherer diese ist.»

Perrine Woodtli

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