Untereggen erhält Besuch aus Paris

UNTEREGGEN. Die katholischen Pfadfinderabteilungen aus Paris St-Germain und Notre Dame de Passy suchten für ihr Velocamp einige Zeltstandorte rund um den Bodensee. Also nahmen sie zuerst dort Kontakt auf, wo es auf der Internetseite heisst: «Schönstgelegenes Dorf über dem Bodensee».

Drucken
Teilen

UNTEREGGEN. Die katholischen Pfadfinderabteilungen aus Paris St-Germain und Notre Dame de Passy suchten für ihr Velocamp einige Zeltstandorte rund um den Bodensee. Also nahmen sie zuerst dort Kontakt auf, wo es auf der Internetseite heisst: «Schönstgelegenes Dorf über dem Bodensee». So kamen die Pfadfinder nach Untereggen. Der Jugendseelsorger Wieland Frei tat das Seine für aussichtsreiche Zeltwiesen mit Wasseranschluss. Möglich war das dank dem Jungbauern Armin Reichmuth, der rechtzeitig mähte und darauf verzichtete, an jenem Ort die Gülle auszubringen. Und schon standen am vergangenen Wochenende über 30 Pfader vor der Tür des Unteregger Pfarrhauses. Die Pfader hatten in der Woche davor an der grossen französischen «Réunion des Scouts» in Strasbourg mit rund 17 000 Scouts teilgenommen.

Nun stand eine Bodensee-Rundtour auf dem Programm. Zelten mit Gesamtblick auf den See war eine beflügelnde Option. Doch es kam anders, schliesslich redet manchmal das Wetter auch ein Wörtchen mit. Starke Windböen und Wolkenbrüche stellten sich eben bei der Ankunft der Scouts Parisiens ein. Da die benachbarte Schulanlage strikt geschlossen war, blieb nur noch die Improvisation im Pfarrhaus übrig. Vom Vereinslokal bis zur Garage wurden viele Räumlichkeiten umfunktioniert. Gegen 22 Uhr schmeckte auch das Ad-hoc-Menu von Küche und Grill besser als jedes andere Essen. Das Pfarrhaus glich einem Ameisenhaufen. Ja, das Bild stimmt, doch wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Pfadis aus der französischen Metropole so ausgesprochen ruhig, diszipliniert und hilfsbereit sind. (wif)