Unten spielen, oben sonnen

Mit der Planung der neuen Curlinghalle im Lerchenfeld geht es vorwärts. Derzeit läuft ein Gestaltungswettbewerb, der nach wie vor den Standort entlang der Zürcher Strasse favorisiert.

Malolo Kessler
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Die neue Curlinghalle könnte an die Eishalle (links) angeschlossen auf der jetzigen Badewiese zu stehen kommen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die neue Curlinghalle könnte an die Eishalle (links) angeschlossen auf der jetzigen Badewiese zu stehen kommen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Halle zu alt, das Eis zu weich, die Isolation zu schlecht: Die über 40jährige Curlinghalle im Lerchenfeld hat ihre beste Zeit hinter sich. Schon seit Jahren wünschen sich die Curler aus der Region deshalb eine neue Halle.

Gemeinsame Nutzung

Bereits vor zwei Jahren hat die Vereinigung Curlinghalle Lerchenfeld einen entsprechenden Projektierungskredit von 123 000 Franken gutgeheissen. Allerdings gab es anschliessend einige Verzögerungen. Im Oktober 2009 wurde dann bekannt, dass Stadt und Curler enger zusammenarbeiten möchten.

Ziel dieser Zusammenarbeit: Ein gemeinsames Eissportzentrum, das aus Eis- und Curlinghalle besteht. Seit Anfang dieses Jahres wird nun von einer Arbeitsgruppe untersucht, wie ein solches Projekt baulich aussehen könnte. Nachdem immer davon ausgegangen worden war, dass die Halle am bisherigen Standort neu gebaut würde, kam im März ein neuer Standort ins Gespräch: Die Halle könnte entlang der Zürcher Strasse zu stehen kommen (Ausgabe vom 10. März).

Diese Idee sei nun im letzten halben Jahr weiterverfolgt worden und ausgereift, sagt Stadtbaumeister und Arbeitsgruppenleiter Erol Doguoglu auf Anfrage. Entstehen soll eine rund 50 Meter lange und 20 Meter breite Halle mit fünf Bahnen für Curler. Bauherr ist die Vereinigung Curlinghalle Lerchenfeld. Die Halle soll zweigeschossig werden. Ein Geschoss würde in den Untergrund versenkt.

Das heisst, unterirdisch könnte Curling gespielt werden, der oberirdische Bereich würde unter anderem für ein neues Gastroangebot genutzt. Denn die bestehende Eishallen-Beiz rentiert in den Sommermonaten nicht – was auch der Grund der Stadt war, enger mit den Curlern zusammenzuarbeiten. Denn mit der neuen Curlinghalle könnten im Gastrobereich Synergien genutzt werden. Das Dach des Gebäudes soll im Sommer zudem zugänglich für Badegäste sein. «Die Idee ist, es als Sonnendeck zu nutzen», sagt Doguoglu.

Wettbewerb für Fassade

Da die Rahmenbedingungen für den Bau der Curlinghalle gegeben sind, hat die Stadt lediglich für die Gestaltung der Fassaden zu einem Wettbewerb eingeladen. Drei Büros präsentierten ihre Ergebnisse Ende September, die Arbeiten werden laut Doguoglu gegenwärtig juriert. Anschliessend werden die Kosten des Neubauprojekts errechnet. Ziel des Wettbewerbs ist lediglich aufzuzeigen, wie die neue Curlinghalle aussehen könnte. Denn spruchreif ist das Projekt noch nicht.

Der Stadtrat entscheidet in den nächsten Wochen, ob die Ideen der Arbeitsgruppe umgesetzt werden können. «Wir sind aber auf einem guten Weg», sagt Doguoglu.

Das findet auch Ferdinand Flühler, Präsident der Vereinigung Curlinghalle Lerchenfeld. «Wir sind froh, dass es jetzt vorwärts geht.» Die neue Halle solle zu einem regelrechten «Curlingcenter» werden. Künftig sollen dort auch vermehrt Wettkämpfe ausgetragen werden. Läuft alles nach Plan, will die Curlingvereinigung nächsten Frühling mit dem Bau beginnen.

Ende 2011 oder Anfang 2012 sollen dann die ersten Steine über das Eis der neuen Halle gleiten.

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