Unruhestifter statt Macher

Ein von der CVP-Ortspartei organisiertes Wahlpodium für die Wahlen in den Gemeinderat und Schulrat wurde von der SVP verweigert, und schliesslich bekam auch die Parteileitung der FDP kalte Füsse und sagte ab, notabene ohne den Gemeindepräsidenten, der ja Mitglied der Partei ist, zu informieren.

Geri Krämer, Im Egler 5, 9423 Altenrhein
Drucken
Teilen

Ein von der CVP-Ortspartei organisiertes Wahlpodium für die Wahlen in den Gemeinderat und Schulrat wurde von der SVP verweigert, und schliesslich bekam auch die Parteileitung der FDP kalte Füsse und sagte ab, notabene ohne den Gemeindepräsidenten, der ja Mitglied der Partei ist, zu informieren.

Was wollen Leute im künftigen Gemeinde- oder Schulrat, die nicht den Mut haben, öffentlich zu ihrer Meinung zu stehen und sich den Fragen der interessierten Wähler zu stellen? An den Gesamterneuerungswahlen vom 25. September stellen sich neun Kandidierende zur Wahl in den Schulrat. Dies ist die Gelegenheit, Personen zu wählen, die engagiert, konsensfähig und teamorientiert sind sowie das Wohl der Kinder in den Vordergrund stellen. Im neuen Schulrat sollte konstruktiv und pragmatisch gearbeitet werden, da verträgt es keinen Michael Fitzi, der weiterhin im Komitee für den Austritt aus «HarmoS» wirkt, obwohl er sich an der Veranstaltung der Schulgemeinde im letzten Mai zusammen mit den verbleibenden Schulräten zum neuen Lehrplan bekannte. Die Schule und Einheitsgemeinde Thal erlitt dadurch während längerer Zeit einen Imageschaden weit über die Gemeindegrenze hinaus. Das ist kein Macher – schon eher Unruhestifter!

Auch SVP-Ortsparteipräsident Raphael Graber war nicht bereit, sich den kritischen Fragen von Bürgern zu stellen – der Ausdruck «Wadenbeisser» ist nicht von mir, war aber im kürzlich erschienenen Artikel der Ostschweiz zu lesen – treffend! Fundamentalisten in jeder Form bringen unsere Gesellschaft nicht weiter. Unsere Gemeinde steht vor grossen Aufgaben. Wir brauchen keine Anpasser. Aber es braucht Personen, die konstruktiv mitdenken und auch anpacken. Sie müssen sich die notwendige Zeit nehmen und in den Kommissionen Führungsarbeit leisten.

Ich hoffe auf einen zweiten Wahlgang und wähle jetzt auch Personen, die nicht auf der offiziellen Liste stehen.