Unnötiger Lärm auf dem Bahnhofplatz

Die Rammarbeiten am Bahnhofplatz dienen möglicherweise einem guten Zweck, nämlich der Erstellung einer neuen Kanalisation.

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Die Rammarbeiten am Bahnhofplatz dienen möglicherweise einem guten Zweck, nämlich der Erstellung einer neuen Kanalisation. Der Lärm von 100 Dezibel (97 im VBSG-Pavillon), den die Baufirma Kibag verursachte, war aber völlig unnötig: Das Unternehmen hat denn auch flugs das richtige Werkzeug auf die Baustelle geliefert. Möglicherweise war das Gelärme auch vertragswidrig, hat doch Stadtingenieur Rietmann offenbar im Vorfeld Geschäftsleuten um den Platz zugesichert, dass ein schallminderndes Vibrationsverfahren verwendet werde. Die Fragen stellen sich: Warum müssen zwei Tage vergehen, bis irgendein Aussenstehender die Reissleine zieht? Sind städtischen Bauleitern Lärmschutzmassnahmen unwichtig? Waren sie die ganzen zwei Tage nicht auf der Baustelle? Haben sie von den Auflagen keine Kenntnis? Sind sie fachlich nicht kompetent?

Gehört es mittlerweile zur Betriebskultur der Stadt, dass sich gegenüber Meldungen aus der Bevölkerung niemand so richtig zuständig fühlt? St. Gallens FDP redet gerne von Standortförderung und Bürgernähe, Kandidatinnen und Kandidaten gehen tagelang auf Lächeltournée. Uns täten Behörden gut, die wirklich am Puls sind und von ihren Aufgaben eine minimale Ahnung haben! Behörden, die sich nicht scheuen, in Belangen, wo sie keine Ahnung haben, zur Wissenslücke zu stehen und externe Kompetenz anzufordern. Wir brauchen darum weiterhin ehrliche Stadträte, müssen wir ja beim Wahlgang vom 30. November Fredy Brunner ersetzen. Unter diesen Umständen ist klar, dass die FDP nicht das richtige Personal stellt – und wir mit Peter Jans ganz gut bedient sein werden.

Hansueli Stettler

Lindenstr. 132, 9016 St. Gallen