Undank ist der Welten Lohn

Meine Frau und ich arbeiteten 16 Jahre lang – ganz genau waren es 15 Jahre und 11 Monate – als Hauswart- und Mesmer-Ehepaar im Kirchlichen Zentrum St. Konrad Kronbühl und wurden Ende November regulär pensioniert.

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Meine Frau und ich arbeiteten 16 Jahre lang – ganz genau waren es 15 Jahre und 11 Monate – als Hauswart- und Mesmer-Ehepaar im Kirchlichen Zentrum St. Konrad Kronbühl und wurden Ende November regulär pensioniert. Als wir kürzlich von der Kirchenverwaltung unsere letzten Lohnabrechnungen für den Monat November erhielten, trauten wir unseren Augen nicht. Denn beim 13. Monatsgehalt wurde ganz genau pro Rata abgerechnet, also es wurden nur 11/12 der gesamten uns zustehenden Vergütungen ausbezahlt. Als wir den finanzverantwortlichen Kirchenpfleger darauf ansprachen, gab er uns zu verstehen, sein Computer hätte das so ausgespuckt und ausserdem sei es so gesetzeskonform.

All die Jahre hindurch waren meine Frau und ich – auch in Finanzangelegenheiten – stets ehrlich, haben die Liegenschaft und den Umschwung gehegt und gepflegt, die sanitären Anlagen immer in bester Ordnung gehalten, sparsam und umweltfreundlich geheizt und sogar Maschinen, Anlagen und Geräte eigenhändig repariert. Wir finden diese Art und Weise der katholischen Kirchenverwaltung etwas gar schäbig, kleinlich ja beschämend und etwas überheblich. So geht man nicht mit langjährigen Mitarbeitern um. Ausserdem wurden wir in der vergangenen Zeit von einigen Mitgliedern des Kirchenverwaltungsrats nicht immer fürstlich behandelt. Für Angestellte in der oberen Gehaltsklasse reichte es aber anscheinend jeweils immer für eine kostspielige Weiterbildung und einen Bildungsurlaub. Wie heisst es doch so schön: Öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken.

Beda Sonderer

Schlosshaldenstrasse 9,

9300 Wittenbach