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UMZONUNG: Der zweite Schritt vor dem ersten

Noch ehe die Planung für die Entwicklung des Gebiets rund um den Bahnhof St.Fiden abgeschlossen ist, werden zwei Areale umgezont. Rückschlüsse auf die künftige Bebauung lassen sich daraus jedoch nicht ziehen.
David Gadze
Beim Bahnhof St. Fiden werden die Areale links und rechts der Gleise umgezont. (Bild: Ralph Ribi (10. April 2017))

Beim Bahnhof St. Fiden werden die Areale links und rechts der Gleise umgezont. (Bild: Ralph Ribi (10. April 2017))

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Schon bald wird sich klären, wie das Areal rund um den Bahnhof St. Fiden dereinst aussehen könnte. Es soll in den kommenden Jahren neu bebaut und zu einem neuen Stadtteil entwickelt werden. Das Planungsgebiet erstreckt sich von der Langgasse im Norden bis zur Rorschacher Strasse im Süden. Ein Planungsbüro werte derzeit die von vier Büros für Städtebau eingereichten Entwicklungsmöglichkeiten aus, sagt Stadtplaner Florian Kessler. Im Herbst sollen diese Schlussfolgerungen dem Stadtrat vorgelegt werden.

Ausserdem liegen jetzt zwei Zonenplanänderungen im Kerngebiet rund um den Bahnhof öffentlich auf. Sie können noch bis Mittwoch in der Baudokumentation im Amtshaus eingesehen werden.

Umzonung sagt nichts über künftige Bebauung aus

Die eine Umzonung umfasst das ganze Bahnhofareal nördlich der Gleise inklusive der Bachstrasse und der Fläche, auf der die Migros steht, sowie die angrenzenden Grundstücke. Diese soll von der Wohn- und Gewerbezone 4 in die Kernzone 5 umgezont werden. Dadurch ändern sich die Nutzungsmöglichkeiten und die maximale Gebäudehöhe (fünf statt vier Geschosse). Interessanter ist jedoch die andere Zonenplanänderung, jene für die Lindentalstrasse. Diese beinhaltet den Streifen südlich der Gleise zwischen der Splügenbrücke und der Spinnereibrücke, also auch die Stadtautobahn, die Untere Lindentalstrasse und den Bahnhof selbst.

Dass die Stadt die beiden Areale umzont, ehe die Planung für das Gebiet abgeschlossen ist, ist jedoch noch keine Festlegung für eine künftige Bebauung. Dies hat vielmehr mit dem neuen kantonalen Planungs- und Baugesetz zu tun, das per 1. Oktober in Kraft tritt. Danach dürfen die Gemeinden bis zum Abschluss ihrer Gesamtrevision von Bauordnung und Zonenplan grundsätzlich keine Zonenplanänderungen mehr vornehmen.

Stadt hält sich alle Entwicklungsoptionen offen

«Wenn wir hätten warten können, hätten wir die beiden Areale nicht bereits jetzt umgezont, sondern noch konkreter auf die Ergebnisse der Planung abgestimmt», sagt Kessler. Die Stadt stehe aufgrund des neuen Planungs- und Baugesetzes aber unter Zugzwang und wolle sich «alle Entwicklungsoptionen offen halten».

Währenddessen hat die Migros, die in die Arealplanung involviert ist, Ende Juli ein Baugesuch für den Umbau der Filiale St. Fiden eingereicht. Daraus könne keineswegs abgeleitet werden, dass die Migros ihre Pläne für einen Neubau auf der anderen Seite der Bachstrasse begraben habe, sagt Silke Seichter von der Kommunikationsabteilung. Dies behauptete SVP-Stadtratskandidat Jürg Brunner im laufenden Wahlkampf. «Es geht darum, den Betrieb bis zum Neubau der Migros St. Fiden zu ermöglichen», sagt Seichter. Obwohl die Migros am Neubau also festhält, sei die Investition in den bestehenden Standort notwendig. «Da der Zeitraum bis zum Beginn des Neubaus nur schwer abschätzbar ist und bestimmte Massnahmen erforderlich sind, um den Betrieb aufrecht zu halten, ist eine Investition in den bestehenden Standort unumgänglich.» Dazu gehörten zum Beispiel die Sanierung der Liftanlagen sowie Arbeiten an den Wasserleitungen. Zudem gelte es, die Filiale St. Fiden, die 2001 letztmals umfassend modernisiert wurde, bis zum Bau der neuen Migros «attraktiv für die Kundschaft zu halten». Der Umbau startet voraussichtlich 2018 in den Hinterräumen. Auf den Verkaufsflächen und im Restaurant ist der Beginn der Arbeiten für 2019 vorgesehen. Der Supermarkt und das Restaurant bleiben laut Seichter während des Umbaus geöffnet.

Baubewilligungsverfahren erst ab 2021

Nicht nur wie, sondern auch ab wann das Areal rund um den Bahnhof St. Fiden bebaut werden soll, ist derzeit noch unklar. Die planungsrechtliche Umsetzung beginnt gemäss Stadtplaner Florian Kessler Ende 2018, Baubewilligungsverfahren seien frühestens ab 2021 zu erwarten.

www.stadtsg.ch/stfiden

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