Umstrittener Lotteriefonds-Beitrag an WWF

ST.GALLEN. Der WWF erhält einen Lotteriefonds-Beitrag von 30'000 Franken an sein Projekt für artenreiche Wiesen. Dies hat der St.Galler Kantonsrat am Dienstag mit 63 gegen 44 Stimmen beschlossen - gegen den Willen von FDP und SVP.

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Der WWF will artenreiche Wiesen fördern. (Bild: Keystone)

Der WWF will artenreiche Wiesen fördern. (Bild: Keystone)

Das Projekt "Wiesenmeisterschaft 2015-2017" erfülle die Voraussetzungen nicht, sagten die Gegner. Es fehle die Resonanz, weil das Vorhaben nur lokale Aufmerksamkeit erzeuge. Andreas Widmer (CVP, Mosnang) sagte, der WWF habe viele Bürgerinnen und Bürger verärgert, er habe das Verbandsbeschwerderecht ausgenutzt und missbraucht. Das Projekt sei aber nicht geeignet, um diesen Unmut loszuwerden.

Umstritten war auch der kantonale Beitrag an den Soforthilfefonds für die Betroffenen von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Der Beitrag an den Fonds in der Höhe von 305'000 Franken solle über das ordentliche Budget finanziert werden, nicht aus einem Kässeli, bei dem es nicht weh tue, sagte Peter Eggenberger (SVP, Rüthi).

Insgesamt verteilt der Kanton 3,9 Mio. Franken aus dem Lotteriefonds. Den grössten Beitrag in der Höhe von 750'000 Franken erhält der Knie Kinderzoo für den Bau eines Elefantenhauses. (sda)

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