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Umstrittene Leihvelos lagern weiterhin am St.Galler Stadtrand

Noch immer lagern Hunderte Velos der Firma «O-Bike» an der Langgasse am St.Galler Stadtrand zu Wittenbach hin. Doch obwohl Vehikel nicht für St.Gallen gedacht sind, können die umstrittenen Leihvelos allenfalls bald auch hier zum Einsatz kommen.

Sie stehen da wie bestellt und nicht abgeholt: die Leihvelos der Firma «O-Bike» auf dem Vorplatz der Liegenschaft Langgasse 152. Bereits seit letztem Sommer reihen sich auf dem Parkplatz einer Garage mehrere hundert Velos des Unternehmens aus Singapur aneinander. Im August gab «O-Bike» bekannt, dass diese Leihvelos nicht für die Stadt gedacht sind. «Daran hat sich nichts geändert», sagt Daniel Junge, der vom Unternehmen im vergangenen Oktober als Schweizer Geschäftsführer eingesetzt wurde.

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Hinter den Velos an der St.Galler Langgasse steht eine längere Vorgeschichte. O-Bike-Geschäftsführer Daniel Junge sollte dabei im vergangenen Herbst «für geordnete Verhältnisse» sorgen, wie es damals hiess. Das Konzept der O-Bikes, die mit weiteren gleichgelagerten Angeboten in Konkurrenz stehen, hatten von Beginn an rote Köpfe ausgelöst. Kritisiert wurde in mehreren Schweizer Städten, dass die vielen, ohne spezielle Bewilligung verteilten Leihvelos die öffentlichen Abstellplätze verstopften und die Zweiräder nach Gebrauch einfach irgendwo liegen gelassen würden. Winterthur war eine der ersten Städte, die dagegen Vorschriften erliess: Künftig ist ab dem Aufstellen von 150 Leihvelos eine polizeiliche Bewilligung dafür nötig. In Zürich musste «O-Bike» seine Flotte im vergangenen September fast halbieren.

Kaputte Velos im Internet
Das Prinzip hinter den O-Bikes ist einfach. Sie funktionieren über eine App, die per GPS die Standorte der verfügbaren Fahrräder anzeigt. Entschlüsselt werden die O-Bikes über einen Code. Abstellen kann man die Fahrräder überall und nicht wie bei konventionellen Leihvelos nur an speziellen Fahrradstationen.
Die zerstörten oder nicht mehr gebrauchten O-Bikes sind mittlerweile zu einer Internetberühmtheit geworden. Auf Instagram veröffentlichen verschiedene User Bilder von entsorgten oder versenkten O-Bikes. Einige haben die Räder gar für Kunstaktionen verwendet.
In St. Gallen ist die «Invasion der O-Bikes» noch nicht angekommen. «Die aktuellen Fahrräder eignen sich nicht für die Topographie der Stadt», sagt Junge. Die Fahrräder verfügen lediglich über einen Gang. Da er die Zusage für die neuen dreigängigen Räder noch nicht habe, könne er noch nicht sagen, ob man mit O-Bikes auch bald durch St. Gallen fahren kann. Man wolle zudem zuerst mit der Stadt sprechen.
Die Räder polarisieren also (noch) nicht in der Gallusstadt. Versenkt werden die Fahrräder prophylaktisch aber doch schon. Unbekannte haben ein Velo die Böschung neben der Garage heruntergeschmissen. (maf)

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