UMNUTZUNG: Hol-Bring-Bibliothek für Winkeln

In einer stillgelegten Telefonzelle bei der Bushaltestelle Scheidweg entsteht eine Mini-Bücherei. Sie wird voraussichtlich in wenigen Wochen in Betrieb genommen.

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Lesen statt reden: Die Telefonzelle bei der Bushaltestelle Scheidweg verwandelt sich demnächst in eine Mini-Bibliothek. (Bild: David Gadze)

Lesen statt reden: Die Telefonzelle bei der Bushaltestelle Scheidweg verwandelt sich demnächst in eine Mini-Bibliothek. (Bild: David Gadze)

Zum 125-Jahre-Jubiläum konnte sich der Quartierverein Winkeln an der Hauptversammlung vom Freitagabend nicht nur über die Lancierung eines eigenen Bieres freuen, sondern auch über einen Rekordaufmarsch: 128 Mitglieder (davon 80 Stimmberechtigte) hatten sich im Tagblatt-Druckzentrum eingefunden – so viele wie nie zuvor. Co-Präsident Ernst Altherr, der den Quartierverein seit einem Jahr zusammen mit Marco Rutz leitet, konnte von einem lebendigen Treiben im Quartier berichten. Nun erhält Winkeln auch eine Bücherei, wenn auch eine ganz kleine, wie es sie bereits im Linsebühl gibt: Willi und Hildegard Kobler seien mit der Idee an den Quartier­verein herangetreten, die stillgelegte Telefonkabine an der Bushaltestelle Scheidweg als Hol-Bring-Bibliothek zu nutzen, sagte Altherr. Die Eröffnung ist gemäss dem Ehepaar Kobler für Ende ­April vorgesehen.

Nebst der regen Bautätigkeit gab auch der Bildweiher zu reden: Zur Entschlammung gebe es keine neuen Informationen, sagte Altherr, gefolgt von einem Seitenhieb an die Stadt: «Gerüchten zufolge wollen die Verantwortlichen mit den Arbeiten warten, bis der Weiher verlandet ist.»

Budgetierten Verlust gleich wieder gedeckt

Kassier Jörg Bruderer, der auf die nächste Hauptversammlung hin seinen Abschied angekündigt hat, konnte statt des budgetierten Verlusts von 300 Franken einen Gewinn von mehr als 1500 Franken vermelden. Dies sei insbesondere dem Winkler Flohmarkt geschuldet. Das Eigenkapital stieg dadurch auf rund 33000 Franken an. Im Jubiläumsjahr soll dieses Geld teilweise für Aktivitäten im Quartier gebraucht werden. Das Budget für 2017 sah einen Verlust von rund 1100 Franken vor. Der Industrie- und Gewerbeverein St. Gallen West deckte diesen mit einer «Jubiläumsspende» von 1250 Franken jedoch gleich wieder. (dag)