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UMNUTZUNG: Ein Jahr nach Brand: Die Falkenburg in St.Gallen wird zum Minihotel

Ein Brand setzte dem Riegelhaus der Falkenburg im Januar 2017 schwer zu. Nun wird das Gebäude am Bernegghang saniert. Die Ortsbürgergemeinde St.Gallen plant einen kleinen Hotelbetrieb und Seminarräume.
Luca Ghiselli
Im Riegelhaus der Falkenburg können Feriengäste bald übernachten. (Bild: BENJAMIN MANSER (TAGBLATT))

Im Riegelhaus der Falkenburg können Feriengäste bald übernachten. (Bild: BENJAMIN MANSER (TAGBLATT))

Die Falkenburg erhebt sich aus der Asche. Rund 14 Monate nachdem im Riegelbau am Bernegghang ein Feuer ausbrach und grossen Sachschaden anrichtete, ist nun klar, wie es in der Falkenburg weitergeht. Die Ortsbürgergemeinde St. Gallen, der das Haus gehört, will darin einen kleinen Hotelbetrieb mit vier Gastzimmern und einem Saal für Seminare, Apéros und Sitzungen bauen.

Das gab Bürgerratspräsident Arno Noger an der Jahresmedienkonferenz am Donnerstag bekannt. Noch dieses Jahr sollen die historischen Gemäuer wieder auf Vordermann gebracht werden und die Gastzimmer mit der gotischen Stube hergerichtet werden. «Durch den Brand waren wir gezwungen, eine neue Nutzung zu planen», sagte Noger. Zwar sei bereits zuvor eine «latente Unzufriedenheit» spürbar gewesen, weil das Riegelhaus «stark untergenutzt» war. «Wäre das Feuer nicht ausgebrochen, hätten wir die Neuausrichtung aber nicht in diesem Mass vorangetrieben.»

Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
Brand in der Falkenburg (Bild: Michel Canonica)
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Brand in der Falkenburg

Für Gasthaus besser geeignet als zum Wohnen

Im Verlauf des Jahres wird in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege der Innenausbau der beschädigten Falkenburg erneuert. Noch 2018 soll dieser abgeschlossen sein, dann können die Gastzimmer und der Seminarraum in Betrieb genommen werden.Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 700000 Franken. «Ursprünglich haben wir uns auch überlegt, das Riegelhaus für Wohnzwecke umzunutzen», sagt Arno Noger. Man habe sich dann aber aus mehreren Gründen gegen diese Option entschieden. «Einerseits ist es nicht mehr Usus, dass der Wirt gleich beim Restaurant wohnt. Und andererseits wären die Friktionen mit dem Restaurantbetrieb zu gross gewesen, hätten wir die Räume an Dritte vermietet.» Für einen kleinen Hotelbetrieb sei die Falkenburg hingegen bestens geeignet. Sie bietet eine einzigartige Aussicht über die Stadt. «Zudem finden bereits heute zahlreiche Hochzeitsfeste im Restaurant statt.» In Zukunft könne das Brautpaar gleich auch in der Falkenburg übernachten.

Autonome Gäste, überschaubarer Aufwand

«Wir sind überzeugt, dass es eine Nachfrage für dieses Kleinhotel-Konzept gibt.» Damit werde auch das Restaurant gestärkt und in die Zukunft geführt, sagt Noger. Ziel sei nun, gemeinsam mit den Pächtern eine Lösung zu finden, wie das Kleinhotel bewirtschaftet werden kann, damit auch der Betriebsaufwand möglichst klein bleibt. «Wir wollen, dass die Gäste autonom sind, aber trotzdem Dienstleistungen in Anspruch nehmen können», sagt Noger.

Gesunde Finanzen trotz Grossbaustelle

Die Ortsbürgergemeinde St. Gallen hat das Jahr 2017 mit einem Unternehmensgewinn von rund 830000 Franken abgeschlossen. Das entspricht einer Steigerung von über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Finanzchefin Gaby Stocker führte an der Jahresmedienkonferenz aus, dass dies insbesondere auf das starke Wachstum der Finanzanlagen zurückzuführen sei. Dieses habe es ermöglicht, 2,5 Millionen Franken Reserven zurückzustellen. Weniger rosig sieht das Jahresergebnis der Geriatrischen Klinik aus. Zwar resultiert ein Jahresgewinn von 658000 Franken. 2016 waren es aber noch 2,5 Millionen Franken. «Das Ergebnis muss man im Kontext sehen», sagte Bürgerratspräsident Arno Noger. Einerseits haben die Bautätigkeit und der Umzug ins Provisorium zu erheblichem Zusatzaufwand geführt, andererseits seien die Pflegetage um 5,6 Prozent zurückgegangen. Das ändere aber nichts daran, dass das Ergebnis nicht restlos zufriedenstellend sei. «Wir wollen uns wieder steigern.» (ghi)

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