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UMFRAGE (1): Grosse Pläne auch für 2018

Brücken spielen eine tragende Rolle, wenn Gemeindepräsidenten aus der Region Rorschach ihre Bilanzen ziehen und voraus schauen. Bauliche Entwicklungen und Kinder stehen ebenfalls im Fokus.
J. Gehrig, J. Riedener, R. Hirtl
Seltener Vollmond zu Jahresbeginn (Bild: Andreas Walker)

Seltener Vollmond zu Jahresbeginn (Bild: Andreas Walker)

J. Gehrig, J. Riedener, R. Hirtl

redaktionot@tagblatt.ch

Für das Jahr 2017 zieht Dominik Gemperli, Gemeindepräsident von Goldach ein «sehr positives Fazit». Als wichtigsten Erfolg nennt er das Ja der Stimmberechtigten Ende November zu den drei Baukrediten für die Zentrumsentwicklung der Gemeinde. «Mit diesem Entscheid wird sich die Ausgangslage für Goldach unter verschiedenen Aspekten massgeblich verbessern», sagt Gemperli. «Speziell gefreut» hat ihn auch, dass die Entwicklung im Gebiet Thannäcker vorangekommen sei, «womit der Weg für die Ansiedlung von Industriebetrieben frei scheint». Als weniger erfreulich bezeichnet Gemperli die Kostenexplosion für den Umbau des Goldacher Seniorenzentrums La Vita. Die Kostenprognose vom vergangenen Jahr habe «jede Präzision vermissen» lassen. Für den Gemeindepräsidenten von Goldach steht das kommende Jahr im Zeichen der Zentrumsentwicklung. «Auch ist es dem Gemeinderat ein Anliegen, den Seezugang zu verbessern und damit die Gemeinde Goldach noch attraktiver zu positionieren», sagt Gemperli.

Für Rorschachs Stadtpräsidenten Thomas Müller ist es erfreulich, dass 2017 auf den Arealen Löwengarten, Seehof und Pestalozzistrasse wichtige Schritte zur Stadterneuerung umgesetzt wurden. Bedauerlich findet er, dass der Baubeginn beim Stadtbahnhof samt Strassenunterführung immer noch durch ein Rechtsmittel blockiert ist. «Dieses Jahr werden wir weitere grosse Projekte zur Stadterneuerung vorstellen, darunter das Kornhaus und den Hafenplatz samt Gebäude», sagt Müller und betont: «In meiner verbleibenden Amtszeit werde ich alles tun, damit ich Rorschach meinem Nachfolger als funktionierende Kleinstadt weitergeben kann.»

Einfacher, heikle Entscheide zu fällen

Zur Frage, ob er denn während oder erst nach Ende der laufenden Legislatur zurücktreten werde, sagt Thomas Müller: «Ich möchte den Zeitpunkt des Rücktritts vom Fortschritt der grossen Projekte abhängig machen. Für einen, der nicht wiedergewählt werden muss, ist es einfacher, heikle Entscheide im Interesse der Stadt zu fällen und umzusetzen.»

Beat Hirs, Gemeindepräsident von Rorschacherberg, bleibt etwas vager. Er gewinnt für das Jahr 2017 vor allem seinem Team Positives ab. «Wir sind als Gemeinderat effizient in die neue Amtsdauer gestartet und harmonieren als heterogenes Team sehr gut», sagt er. Es herrschten eine gesunde Konfliktkultur und gegenseitige Achtung, was helfe, ausgewogene Entscheide zu treffen. Daran, dass «gewisse Abläufe und Verfahren derart lange dauern», könne er sich hingegen auch nach neun Jahren in der Politik schlecht gewöhnen. Vor allem das neue Baugesetz bringe grosse Veränderungen im neuen Jahr mit sich. «Es gilt, die bauliche Entwicklung für die nächsten 20 bis 30 Jahre möglichst optimal festzulegen, qualitativ hochwertig zu bauen, aber den knappen Boden effizient zu nutzen», sagt Hirs.

Neben den sechswöchigen Familien-Sommerferien in den USA und Kanada bezeichnet Michael Götte, Gemeindepräsident von Tübach, die Sanierung der Strassenbrücke über den Häftlibach als Highlight des Jahres 2017. Auch dass es zu einer Einigung im Rechtsverfahren um die Überbauung Zentrumswiese gekommen sei, nennt er als positiven Punkt. Er hoffe, dass 2018 erste Vorarbeiten für das Bauprojekt starten und in der zweiten Jahreshälfte die Bagger auffahren würden. Sicherlich das grösste Ereignis dieses Jahr sei aber das kantonale Schwingfest, das im Mai 2018 in Tübach stattfinden wird. Auch die Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle sei eines der wichtigsten Vorhaben fürs angelaufene Jahr. Negative Ereignisse fallen Götte erst nach längerem Überlegen ein. «Nicht alle Projekte konnten zügig vorangetrieben werden», sagt er dann. Etwa die Unterflurcontainer zur Abfallentsorgung. Schade sei auch, dass Tübach – wie auch Horn – das Bewegungsprojekt Open Sunday für Kinder nicht mehr anbieten könne.

Die Gemeinde Thal zeigte über das Jahr 2017 gesehen eine stabile, positive Entwicklung. Dies spiegelt sich laut Gemeindepräsident Robert Raths beispielsweise in der Einwohnerzahl, der Wohnbausituation oder dem Steuereingang wider. Die Bevölkerung nehme zudem aktiv am Gemeindeleben teil, sei es in Vereinen oder durch die Präsenz an Infoveranstaltungen. Als weniger erfreulich betrachtet er den Umstand, dass trotz grosser Anstrengungen immer noch kein durchgehender Seeuferweg besteht. «In Staad und in Altenrhein fehlen noch kleinere Teilstrecken. Es ist weiterhin Ziel der Gemeindebehörde, einen durchgehenden Seeuferweg zu realisieren.»

Bevölkerung in die Entwicklung einbinden

Das Alters- und Heimwesen stehe in Thal seit längerem im Umbruch. Neue Wohn- und Pflegeformen wie altersgerechtes Wohnen, Wohnen im Alter oder betreutes Wohnen seien gefragt. Die Gemeinde sei 2018 gefordert, diese Entwicklung mitzugehen. Seit gut einem Jahr werden unbegleitete, minderjährige Asylsuchende in der «Marienburg» untergebracht. Der Gemeinderat wird die Bevölkerung im kommenden Frühjahr laut Raths an eine weitere Informationsveranstaltung einladen, an der ein erstes Fazit gezogen werden könne. Grössere Projekte im eben angelaufenen Jahr seien Strassen- und Bachprojekte, die projektiert werden müssten. Auch die Sanierung des Rathauses müsse 2018 angegangen werden. Es sei vorgesehen, der Bürgerschaft 2019/2020 ein Projekt zur Abstimmung zu unterbreiten. «Persönlich ist es mir ein Anliegen, die Bevölkerung so oft als möglich in die Entwicklung einzubinden und die Gemeinde zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterzubringen und zu gestalten».

Untereggens Gemeindepräsident Norbert Rüttimann beschäftigen 2018 das neue Baureglement und die Zonenplanung. Mit der Inkraftsetzung des Reglements könne die Ortsplanung in Angriff genommen werden und die bauliche Entwicklung gegen innen stattfinden. Gleichzeitig sei der Richtplan anzupassen. «Weiter planen wir zusammen mit Mörschwil die Brücke über die Lochmühle zu erneuern», sagt Rüttimann. Diese wurde im September beim Hochwasser stark unterspült und ist seither nicht mehr benutzbar.

Folge 2

Die Stimmen der Gemeindepräsidenten von Horn, Rheineck und Wolfhalden folgen in einer der nächsten Ausgaben.

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