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UMBENENNUNG: Das «Amt» wird ausgemustert

Mehrere städtische Ämter und Dienststellen wechseln im neuen Jahr ihren Namen. Auf «Amt» im Namen verzichtet die Stadtverwaltung fortan – und will so moderner werden. Das geht aber nicht in allen Fällen.
Luca Ghiselli
Gleich mehrere Ämter im Rathaus ändern per 1. Januar ihre Bezeichnung. (Bild: Michel Canonica)

Gleich mehrere Ämter im Rathaus ändern per 1. Januar ihre Bezeichnung. (Bild: Michel Canonica)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Das Amt für Umwelt und Energie heisst ab 1. Januar nur noch Umwelt und Energie. Das Personalamt nennt sich dann Personaldienste, das Einwohneramt wird mit Bevölkerungsdienste und das Gartenbauamt mit Stadtgrün betitelt. Die Direktion Bau und Planung heisst neu, entsprechend des Prozessablaufs, Planung und Bau. Es sind nur einige der umfassenden Änderungen in der Namensgebung, welche die Verwaltung bald vollzieht.

Stein des Anstosses für die Umbenennung von rund 20 städtischen Dienststellen und Ämtern war das neue Erscheinungsbild, das Anfang 2017 eingeführt wurde. Im Rahmen des Redesigns und der anschliessenden Reorganisation der Direktion Bildung und Freizeit (zuvor Schule und Sport) dachte der Stadtrat auch über die Namen anderer Ämter nach – und kam zum Schluss, dass Handlungsbedarf besteht.

Mit neuen Bezeichnungen die Verwaltung entstauben

«Wir wollten, wo immer es möglich war, die ‹Amt› aus dem Namen streichen», sagt Jennifer Abderhalden, Stabschefin der Direktion Inneres und Finanzen. Das soll der Stadt zu einem moderneren Auftritt verhelfen. Indem Begriffe wie «Einwohner» verschwinden, könne man die Bezeichnungen zudem ans gendergerechte Sprachleitbild der Stadt angleichen. In einigen Fällen bleibt das «Amt» im Namen. Dies, weil es bundesrechtliche Vorgaben gebe. «Das Zivilstandsamt, das Steueramt und das Grundbuchamt heissen deshalb auch weiterhin so.» Auch Hoch- und Tiefbauamt behalten ihre Namen. Dies aber nicht, weil auch hier übergeordnetes Recht gilt, sondern weil diese Namen im Volksmund tief verankert seien, sagt Jennifer Abderhalden. Auch ihre Stellenbezeichnung ändert sich. Bis Ende Jahr heisst ihre Stelle noch «Direktionssekretärin». Diese Änderung habe man vorgenommen, weil man das «Sekretärin» gemeinhin anders assoziiere.

Die umbenannten Ämter und Dienststellen kommunizieren ab dem neuen Jahr mit den neuen Namen gegen aussen, bereits seit Sommer laufen interne Anpassungen. «In den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich die neuen Bezeichnungen schon langsam fest», sagt Abderhalden. Diese hätten die Änderungen grossmehrheitlich positiv aufgenommen. «Sie haben die Anpassungen auch zur Vernehmlassung erhalten und konnten sich so in den Prozess der Umbenennung einbringen.» Die Taufe erfolgt schrittweise. Im Internet werden die Bezeichnungen am Stichtag angepasst, danach folgen Beschriftungen von Fahrzeugen und Gebäuden. Das Budget für die Umbenennung beträgt laut Abderhalden 20000 Franken.

Alte Namen hallen nach

In den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger dürfte das Einwohneramt noch länger so heissen. «Es braucht seine Zeit, bis die neuen Namen in der Bevölkerung ankommen», sagt Abderhalden. So würden einige immer noch von der Einwohnerkontrolle sprechen, selbst wenn sie schon lange anders heisse. «Das kann bis zu einer Generation dauern.»

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