UMBAU: Die Vegi-Bratwurst kommt nach St. Gallen

Die vegetarische Restaurantkette Tibits eröffnet im Herbst ihr erstes Lokal in St. Gallen. Sie zieht in die ehemaligen Räume von St. Gallen-Bodensee-Tourismus. Dort versteckt sich manch interessante Geschichte.

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Auf der Baustelle wird alles für die Eröffnung von «Tibits» am 29. September vorbereitet. (Bild: Pascal Thommen)

Auf der Baustelle wird alles für die Eröffnung von «Tibits» am 29. September vorbereitet. (Bild: Pascal Thommen)

Die Bauarbeiten für das neue Tibits-Lokal am Bahnhofplatz sind in vollem Gang. Mit ihren veganen und vegetarischen Produkten will die Kette Tibits bald auch in St. Gallen Kundschaft anlocken. Im Restaurant sollen fast 300 Gäste Platz haben, die sich dann ab dem 29. September vegetarisch verpflegen können.

Die Idee zum Tibits entstand vor fast zwanzig Jahren von den Gebrüdern Frei im Rahmen eines Businesswettbewerbs. Gemeinsam mit Rolf und Marielle Hiltl wurde die Firma im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Tibits hat bereits acht Standorte in der Schweiz und zwei in London. «Wir hätten uns das nie erträumt», sagt Daniel Frei, Mitgründer und CEO. Nun will das Trio auch in St. Gallen Fuss fassen. Die drei Brüder sind in Rheineck aufgewachsen und haben daher eine besondere Beziehung zur Ostschweiz, erklärt Daniel Frei. «Deshalb soll das Tibits in St. Gallen auch das schönste von allen werden.»

«Goldener Brunnen» soll Glück bringen

Das von Tibits ausgewählte Gebäude am Bahnhofplatz 1 hat dafür die besten Voraussetzungen: Während im Hauptsaal Buffet und Restaurant entstehen, bieten sich die oberen Etagen für Bankette oder Seminare an. Zudem können die Gäste an warmen Tagen auch draussen essen, sagt Daniel Frei. Kulinarisch wolle Tibits über 40 verschiedene Gerichte aus der Region anbieten – bevor die vegetarische Bratwurst angeboten wird, müsse sie erst noch die richtige Krümmung bekommen, so Frei.

Die Räume des Gebäudes haben eine über hundertjährige Geschichte. Vor der Südostbahn und dem St. Gallen-Bodensee-Tourismus war in diesen Räumen die Eidgenössische Bank untergebracht. Im unteren Stockwerk des Gebäudes sind immer noch die Tresorräume zu sehen, erläutert Tobias Keller, Leiter Marketing & Events. Der Eingangsbereich mit seiner runden Kuppel besteht aus goldenen Wandmalereien. Was aussieht wie ein goldener Brunnen, symbolisiere den Goldrausch der Bank, erläutert Keller. Der «goldene Brunnen» stehe unter Denkmalschutz und wurde von der Bauherrschaft renoviert, so Keller. Er soll dem Unternehmen Glück bringen. (pat)