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UMBAU: Das lange Warten auf den Umbau

Seit dem Auszug des Naturmuseums verfügt das Kunstmuseum über deutlich mehr Platz. Dieser kann noch nicht optimal genutzt werden. Das soll sich mit dem geplanten Umbau ändern.
Christoph Renn
Aussen top, innen flop: Das Kunstmuseum soll 2019 für 19 Millionen Franken umgebaut werden. (Bild: Mareycke Frehner)

Aussen top, innen flop: Das Kunstmuseum soll 2019 für 19 Millionen Franken umgebaut werden. (Bild: Mareycke Frehner)

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch

Das neue Naturmuseum im Neudorf wird von Besuchern überrannt. Das Historische- und Völkerkundemuseum kann seine Lager im Estrich und in den Schutzräumen zügeln. Das Kunstmuseum muss sich hingegen noch in Geduld üben. Zwar hat das Naturmuseum seine Objekte aus dem Kunklerbau ausgeräumt, doch noch können die freien Räume nicht ideal genutzt werden. Das Museum behilft sich mit Übergangslösungen.

Der dritte Schritt fürs Konzept «Drei Museen – drei Häuser», der Ausbau des Kunstmuseums, steht also noch an. «Die Planung hat aber bereits begonnen», sagt Roman Griesfelder, Direktor Finanzen und Personal. Das Siegerprojekt für den Ausbau aus dem Jahr 2012 werde derzeit überprüft und adaptiert. Die städtische Investitionsplanung sieht den Baubeginn für 2019 vor. «Mit der 2017 vorgenommenen Rückstellung von 4,5 Millionen Franken für den Umbau hat das Stadtparlament ein wichtiges Signal in Richtung Kanton und private Geldgeber gesendet», sagt Griesfelder. Doch muss das Projekt noch einige Hürden nehmen. «Wir hoffen auf einen verantwortungsvollen und vernünftigen Umgang mit dem kulturellen Erbe der gesamten Region.»

Bis zum Umbau wird improvisiert

Das Kunstmuseum wartet schon lange auf eine Auffrischung. «In den Kunklerbau wurde seit 30 Jahren nichts mehr investiert, in das historische Kirchhoferhaus gegenüber sogar seit über 50 Jahren nichts mehr», sagt Griesfelder. Gebaut wird voraussichtlich zwei, drei Jahre lang. Das Vorhaben im Kunklerbau wird rund 19 Millionen kosten, wobei noch nicht klar ist, wie viel Dritte beisteuern werden. Bis dahin werden keine baulichen Änderungen vorgenommen. Ausgenommen sind dringliche betriebsnotwendige Eingriffe, wie zum Beispiel die Anpassung der Beleuchtung im Untergeschoss. «Wir müssen jeweils etwas improvisieren.» So kompensiert das Kunstmuseum den Teilausfall der Heizung im Untergeschoss mit mobilen Radiatoren. Vor allem die ehemaligen Räume des Naturmuseums sind nicht optimal für ein Kunstmuseum. Das Team versucht mit kleinen Anpassungen, das Beste aus dem neuen Platz herauszuholen. So arbeitet das Museum in der momentanen Ausstellung mit provisorischen Stellwänden.

Der letzte Baustein der Museumsstrategie

Das gesamte Gebäude erfüllt laut Griesfelder in der jetzigen Form die Bedürfnisse an ein modernes Kunstmuseum nicht mehr. Doch der Kunklerbau habe ein sehr grosses Potenzial. «Vor allem das Untergeschoss muss grundsätzlich angepasst werden, um es nachhaltig für bildende Kunst nutzen zu können.» Ähnlich äussert er sich zum Kirchhoferhaus. Es sei eine der schönsten Stadtvillen in St. Gallen. Aber: «Da seit den frühen 1960er-Jahren keine Investitionen getätigt wurden, sind heute grosse Teile des Gebäudes unbenutzbar und andere nur beschränkt brauchbar.» Das Kirchhoferhaus wird voraussichtlich nach dem Kunklerbau saniert. Diese Kosten sollen mit 11,4 Millionen zu Buche schlagen.

Seit dem Umzug des Naturmuseums befindet sich das Kunstmuseum in einer Übergangsphase. Das drückt auf die Besucherzahlen. Griesfelder: «Wir freuen uns auf ein spannendes Museumsjahr und darauf, dass bald der letzte Baustein der Museumsstrategie gesetzt wird.»

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